Wissenschaft

Der Dritte Sektor: Ehrenamtliches Engagement für die Modernisierung Deutschlands

Der Weg zur Stärkung der Zivilgesellschaft: Visionen und Realitäten in Deutschland

Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien wurde das Motto „Mehr Fortschritt wagen“ festgelegt, das als Leitfaden für das Programm zur Modernisierung Deutschlands dient. Ein Bereich, der dabei im Fokus steht, ist der sogenannte „Dritte Sektor“, bestehend aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, die als Ergänzung zu Markt und Staat agieren, um gesellschaftliche Bedürfnisse zu erfüllen. Ob im Bereich Sport, Wohlfahrt, Kultur, Wissenschaft oder Katastrophenhilfe, Millionen von Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Initiativen, die auf Subsidiarität basieren und dazu dienen, den Staat zu entlasten und die marktwirtschaftlichen Angebote zu ergänzen.

Die Rolle der Zivilgesellschaft und ehrenamtlichen Initiativen wird immer wichtiger in der Gesellschaft, da sie dort unterstützend eingreifen, wo staatliche oder kommerzielle Angebote nicht ausreichend sind. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger trägt maßgeblich zur Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei und ermöglicht Innovation und soziale Verantwortung. Doch trotz dieser bedeutenden Rolle stehen zivilgesellschaftliche Organisationen oft vor Herausforderungen wie begrenzten Ressourcen und Anerkennung ihrer Leistungen.

Es bleibt zu hoffen, dass die angestrebte Modernisierung Deutschlands auch den Dritten Sektor stärkt und unterstützt, um das Potenzial der Zivilgesellschaft voll auszuschöpfen. Fortschritt in diesem Bereich bedeutet nicht nur eine Entlastung für den Staat, sondern auch die Förderung von sozialem Engagement und bürgerschaftlicher Teilhabe. Nur durch eine enge Zusammenarbeit von Staat, Markt und Zivilgesellschaft kann eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland gewährleistet werden.

Die Zivilgesellschaft spielt eine entscheidende Rolle im gesellschaftlichen Gefüge und sollte daher angemessen gefördert und geschätzt werden. Durch den Einsatz von Ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen werden wichtige gesellschaftliche Aufgaben erfüllt und Innovationen vorangetrieben. Es liegt an der Politik und der Bevölkerung, den Wert dieser Arbeit anzuerkennen und den Fortschritt für die Zivilgesellschaft aktiv zu unterstützen.

Dr. Markus Hoffmann

Lebt in Hannover und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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