Wissenschaft

Wirtschaftslandesrat erkundet Chancen in der chinesischen Wirtschaft

Chinas Wirtschaftsaktivität in Waizenkirchen: Neue Perspektiven und Herausforderungen

Die Reise von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft nach China zielte darauf ab, die großen Chancen, die die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt für die oberösterreichische Wirtschaft bietet, zu erkennen. Namhafte Unternehmen wie Lecapell, Miba, Ebner Industrieofenbau, Starlim Sterner, Stiwa, Engel, B&R und Mark Metallwaren nutzen die innovativen Möglichkeiten und Dienstleistungen, die China zu bieten hat, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Produktion in Oberösterreich zu sichern.

Ein konkretes Beispiel ist Lecapell aus Waizenkirchen, das seit 2019 in China aktiv ist und einen Produktionsstandort in Nantong eröffnet hat, um den asiatischen Markt zu bedienen. Die Firma konzentriert sich auf die Entwicklung und Massenproduktion von Spaltlederprodukten für Auto-Innenräume, Flugzeuge und Züge. Die enge Zusammenarbeit vor Ort ermöglicht es Lecapell, das Lenkradgeschäft für den chinesischen Automobilmarkt zu unterstützen.

Um die Beziehungen zu China weiter zu intensivieren, wurden Kooperationsvereinbarungen zwischen der oö. Standortagentur Business Upper Austria und dem Technologie- und Wirtschaftspark Su-Tong Ökopark in Nantong sowie der Lingang Special Area in Shanghai unterzeichnet. Diese Vereinbarungen zielen nicht nur auf die Förderung des Wirtschaftswachstums ab, sondern auch auf den kulturellen Austausch zwischen den Regionen.

Die zunehmende Aktivität und Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft stellen jedoch auch künftige Herausforderungen dar. Landesrat Achleitner betont die Notwendigkeit, innovativer zu sein, um mit den Entwicklungen in China mithalten zu können. Oberösterreich reagiert darauf, indem das Forschungsbudget in diesem Jahr erstmals die 100-Millionen-Euro-Grenze überschreitet. Dennoch muss auch China mit Herausforderungen wie der Überalterung und der Auswirkungen der Ein-Kind-Politik auf die Bevölkerungszahl kämpfen.

Dr. Markus Hoffmann

Lebt in Hannover und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"