Am 21. März 2025 veröffentlichte Thomas Tuma einen Artikel, der die Notwendigkeit einer weiteren Corona-Aufarbeitung in Frage stellt. Laut Focus hat Angela Merkel vor fünf Jahren eine bedeutende Ansprache zur Corona-Pandemie gehalten. Tuma kritisiert, dass die Stigmatisierung von Impfskeptikern und die Einschränkung von Grundrechten in der Gesellschaft zugenommen haben. Zudem betont er, dass in Krisenzeiten die Vielfalt und Widerspruchsfähigkeit der Demokratie wichtig sind.
Ein zentrales Thema in Tumas Artikel ist die laufende Aufklärung über die Pandemie, die durch Medien, Wissenschaft, Politik und Gerichte vorangetrieben wird. Doch auch Korruption und Betrug, insbesondere im Zusammenhang mit Maskendeals, werfen Schatten auf dieses Kapitel der Geschichte. Fragen zur Verantwortung für das einsame Sterben in Pflegeheimen und zu den psychosozialen Folgen der monatelangen Schulschließungen sind weiterhin aktuell und verlangen nach Antworten.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Umbruch
Die Auswirkungen der Pandemie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind gravierend. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass das Vertrauen in die Mitmenschen stark gesunken ist. Vor der Pandemie glaubte rund jeder zweite Deutsche, sich auf seine Mitmenschen verlassen zu können; nach der Pandemie sind es nur noch 29 Prozent, wie MDR berichtet. Diese Veränderung geht einher mit einem stark gestiegenen Misstrauen gegenüber der Politik, welches sich mittlerweile verdoppelt hat.
Familienvater Dirk Rosenbaum beschreibt, wie Ungeimpfte als „Abschaum der Gesellschaft“ bezeichnet wurden und die politischen Entscheidungen während der Pandemie in seinem Umfeld äußerst negativ wahrgenommen wurden. Diese Stimmung führte zu zahlreichen Klagen gegen Gesundheitsbehörden, während viele Ungeimpfte ihre Grundrechte als eingeschränkt empfanden. Für Rosenbaum und seine Familie war die verkürzte Genesenenfrist ein zusätzlicher Druck, dem sie sich widersetzten, bevor sie letztlich ihre Klage zurückzogen, da diese keine Relevanz mehr hatte.
Zusätzlich äußert sich Pflegekraft Luisa Schindler über ihre Ängste hinsichtlich der Impfung und deren Auswirkungen. Dies verdeutlicht die Unsicherheiten und Ängste, die viele Menschen während der Pandemie beschäftigt haben, und die teilweise unzureichende Aufklärung zu Impfstoffen.
Vertrauen in die Demokratie und geplante Maßnahmen
Trotz dieser Herausforderungen zeigen jüngere Deutsche ein starkes Vertrauen in die Demokratie. Eine separate Untersuchung der Bertelsmann Stiftung ergab, dass 59% der 18- bis 30-Jährigen an die demokratischen Institutionen glauben. Im internationalen Vergleich liegt der Wert deutlich über dem Durchschnitt in anderen europäischen Ländern. Dennoch gibt es auch hier Misstrauen: 52% der jungen Erwachsenen vertrauen der Regierung nicht, was einen gewissen Pessimismus über die Zukunft widerspiegelt, wie die Tagesschau berichtet.
Die Bertelsmann Stiftung fordert gezielte Maßnahmen, um das Vertrauen in die Politik und deren Problemlösungsfähigkeiten zu stärken. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Teil der jüngeren Generation pessimistisch ist, was die zukünftige Entwicklung in Bereichen wie Klimawandel oder Lebensstandard betrifft. Während Bildung und Wissenschaft hohes Ansehen genießen, bleibt der gesellschaftliche Zusammenhalt eine Herausforderung, die angepackt werden muss.
In Anbetracht dieser vielschichtigen Probleme fordert Tuma mehr Toleranz in der Gesellschaft, um den Herausforderungen zukünftiger Krisen besser begegnen zu können. Er fragt, wer Zeit für Schuldzuweisungen hat, und plädiert für ein Verständnis, das in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar ist.