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Wissenschaft

Schwäbische Rakete aus Kerzenwachs erfolgreich gestartet: Großer Meilenstein für Raumfahrt

Die Erfolgsgeschichte der ersten schwäbischen Rakete: Start mit Kerzenwachs und Zukunftspotenzial

Bei einem erfolgreichen Start im australischen Outback hat die erste private deutsche Schwäbische Rakete Fahrt aufgenommen. Das innovative Raumschiff wurde von dem Start-up HyImpulse entwickelt und setzt auf einen ungewöhnlichen Treibstoff: Kerzenwachs. Diese unkonventionelle Wahl, die Kostenvorteile bringt, ist Teil einer Hybriden Antriebstechnik, die eine Mischung aus Paraffin und Sauerstoff nutzt.

Obwohl Kritiker zuvor die Risiken anprangerten, die mit dem Mischen von festem und flüssigem Treibstoff verbunden sind, hat der erfolgreiche Start gezeigt, dass die Technologie zuverlässig funktioniert. Der innovative Einsatz von Kerzenwachs als Treibstoff hat großes Potenzial für die Zukunft der Raumfahrt, insbesondere für privat finanzierte Weltraumflüge. Zudem birgt Paraffin den Vorteil, dass es im Falle eines Absturzes der Rakete nicht explodiert und somit sicherer ist.

HyImpulse plant bereits die Entwicklung einer größeren Rakete mit dem Namen SL1, die bis zu 600 Kilogramm Fracht in eine Erdumlaufbahn befördern kann. Das Start-up ist nicht allein in seinen Bemühungen, kleinere Microlauncher zu entwickeln. In Bayern existieren zwei weitere Unternehmen, Rocket Factory in Augsburg und Isar Aerospace in der Nähe von München, die ähnliche Projekte verfolgen. Zusätzlich zu den privat finanzierten Unternehmen gibt es auch wissenschaftliche Initiativen wie das Projekt „Moraba“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das regelmäßig Texus-Trägerraketen im schwedischen Kiruna startet.

Die Rakete von HyImpulse hat eine Fracht von Raumfahrtbegeisterten ins All gebracht und hat bereits Aufträge für Satellitentransporte im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro erhalten. Mit dem Ziel, kleinere Satelliten effizienter und flexibler in den Weltraum zu befördern, plant das Unternehmen weitere Missionen in den Weltraum. Die Trägerrakete soll im Vergleich zu herkömmlichen Raketen eine Art „Taxi-Service“ anbieten, indem sie Satelliten gezielt in unterschiedlichen Bahnhöhen absetzen kann. Der nächste Schritt für HyImpulse ist die geplante Mission, Ende des kommenden Jahres erneut den Weltraum zu erreichen.

Dr. Markus Hoffmann

Lebt in Hannover und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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