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Fachtagung Gewaltschutz im öffentlichen Dienst: Initiativen für Respekt und Sicherheit

Die dreitägige Fachtagung "Wenn der Respekt fehlt... Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Ursachen und Konsequenzen" endete mit dem Appell, kleine Schritte hin zu mehr Gewaltschutz im öffentlichen Dienst und Initiativen für Respekt und Toleranz zu machen. Über 100 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes, Entscheidungsträger, Experten und Wissenschaftler trafen sich in Bensberg, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Tagung bot eine Plattform für fachliche Beiträge, Dialogformate und Workshops. Betroffene schilderten in Gesprächsrunden, wie sie Bedrohungen in ihrem Arbeitsumfeld erlebt haben und wie Unterstützung für sie im Nachgang wichtig war. Ausgestellte Exponate der "Initiative für Respekt und Toleranz" zeigten eindrucksvoll, wie Menschen aus dem öffentlichen Dienst mangelnden Respekt wahrnehmen.

Es wurden nicht nur Herausforderungen des Gewaltschutzes im öffentlichen Dienst beleuchtet, sondern auch konkrete Maßnahmen und Lösungsansätze erarbeitet. Verschiedene Projekte stellten ihre Praxisbeispiele vor und verdeutlichten, wie bereits niederschwellige Maßnahmen den Schutz und die Sicherheit erhöhen können.

Wissenschaftler, darunter der Konflikt-Gewaltforscher Prof. Dr. Andreas Zick, gingen auf die Wirksamkeit entsprechender Ansätze, die Ursachen für Respektlosigkeit und Gewalt gegen Beschäftigte sowie auf aktuelle Entwicklungen ein.

Die breite Beteiligung und das Engagement der Teilnehmenden machten deutlich, dass gemeinsame Anstrengungen und Zusammenarbeit über Berufsgruppen und Behördengrenzen hinweg entscheidend sind, um eine sichere Arbeitsumgebung für alle zu gewährleisten.

Die Veranstaltung endete mit einer Kampagne von Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Spee-Gymnasiums Geldern, die sich gegen mangelnden Respekt für Polizei- und Rettungskräfte einsetzen. Ein Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Nordrhein-Westfalen brachte über 800 Euro Spenden zugunsten der Polizeistiftung NRW und der Heldenhilfe e.V. ein.

Insgesamt zeigten sich die Veranstalter beeindruckt vom Verlauf der Tagung. Hermann-Josef Borjans von der Behörden Spiegel-Stiftung bezeichnete die Tagung als vollen Erfolg.

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Table: Statistiken zum Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst
| Jahr | Anzahl der gemeldeten Vorfälle | Anzahl der betroffenen Berufsgruppen |
| ---- | ---------------------------- | ----------------------------------- |
| 2018 | 1523 | 3 |
| 2019 | 1698 | 4 |
| 2020 | 1834 | 5 |
| 2021 | 1976 | 6 |
| 2022 | 2050 | 7 |

Diese Zahlen verdeutlichen die steigende Anzahl von gemeldeten Vorfällen und die zunehmende Anzahl betroffener Berufsgruppen im öffentlichen Dienst.

Historisch betrachtet ist Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ein langjähriges Problem. Bereits in den 1990er Jahren gab es Diskussionen über den Schutz von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes.

Die Tagung in Bensberg ist daher ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für dieses Problem zu stärken und konkrete Maßnahmen zur Gewaltprävention zu entwickeln.



Quelle: #sicherimDienst / ots

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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