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Wissenschaft

Ei-Kontroverse: Gesundheitsrisiko oder Ernährungsmythos?

Die Wissenschaft klärt auf: Wie viele Eier sind wirklich gesund?

Täglich ein Ei galt lange als eine Standardernährungsempfehlung, aber in den letzten Jahren herrscht unter Ärzten, Ernährungsforschern und Experten Uneinigkeit darüber, ob der tägliche Verzehr gesund oder ungesund ist. Hühnereier sind an sich gesund, da sie wertvolles Eiweiß, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Cholesterin enthalten.

Cholesterin, ein fettartiger Stoff im Körper, hat wichtige Funktionen wie die Bildung von Hormonen und Vitamin D. Der Körper kann Cholesterin selbst produzieren, sodass die Nahrungsaufnahme nicht unbedingt erforderlich ist. Ein hoher Blut-Cholesterinspiegel kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen, insbesondere bei bestimmten Erkrankungen.

Studien zum Eierverzehr zeigen widersprüchliche Ergebnisse, ohne klare Aussage darüber, ob der regelmäßige Konsum gesundheitsfördernd oder schädlich ist. Experten betonen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und der Versorgung des Körpers mit ausreichenden Nährstoffen aus verschiedenen Quellen, anstatt sich auf den einzelnen Konsum von Lebensmitteln wie Eiern zu konzentrieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt derzeit nur etwa ein Ei pro Woche, basierend auf Orientierungswerten für Lebensmittelgruppen. Diese Empfehlung berücksichtigt nicht nur gesundheitliche Aspekte, sondern auch Umwelteinflüsse, die langfristige Folgen haben können. Ein hoher Eierkonsum trägt laut DGE zu Umwelt- und Klimaproblemen bei.

Beim Kauf von Eiern wird darauf hingewiesen, dass Bio-Eier bessere Haltungsbedingungen bieten, und Eier von Anbietern mit Zweinutzungshühnern berücksichtigen auch das Wohl der Bruderküken. In einem aktuellen Test erhielten fünf Eiermarken die Bewertung „sehr gut“, wobei Bio-Eier aufgrund ihrer Haltung als die bessere Wahl angesehen werden.

Dr. Markus Hoffmann

Lebt in Hannover und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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