Wissenschaft

Digitalisierung an Schulen in Baden-Württemberg: Fortschritte und Support-Probleme

Die digitale Revolution an Schulen: Erfolge und Hindernisse in Baden-Württemberg

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat in einer Umfrage festgestellt, dass die Digitalisierung an Schulen in Baden-Württemberg auf einem guten Weg ist. Laut der Umfrage verfügen mittlerweile 88 Prozent der Lehrkräfte über ein dienstliches Endgerät wie Handy, Laptop oder Tablet. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es jedoch weiterhin Probleme im technischen Support.

Die Landesvorsitzende der GEW, Monika Stein, betonte, dass in vielen Klassenzimmern die traditionellen Lehrmittel wie Tageslichtprojektoren und Kreidetafeln zunehmend durch digitale Technologien ersetzt werden. Auch WLAN ist mittlerweile an den meisten Schulen flächendeckend verfügbar. Allerdings fehlt es an professioneller Unterstützung für die Digitalisierung im Unterricht. Nur an jeder zweiten Schule gibt es einen externen Support-Anbieter, und an den anderen Schulen fehlt es oft an Wartung und Betreuung der Systeme.

Die GEW fordert daher externe Dienstleister für den professionellen Support und appelliert an die Schulträger, wie Gemeinden und Landkreise, sich um diese Angelegenheit zu kümmern. Die Gewerkschaft begrüßt die geplante Einführung einheitlicher digitaler Arbeitsplätze und E-Mail-Adressen für Lehrkräfte in Baden-Württemberg, da dies die Arbeit der Lehrkräfte vereinfachen würde.

Die Umfrage der GEW wurde unter rund 3.000 Lehrkräften in Baden-Württemberg durchgeführt und deckt verschiedene Schularten und Schultypen ab. Obwohl die Umfrage nicht wissenschaftlich repräsentativ ist, spiegelt sie dennoch ein ausgewogenes Bild der Lage wider. Aktuell gibt es in Baden-Württemberg etwa 110.000 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen sowie rund 30.000 an beruflichen Schulen.

Lebt in Hannover und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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