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ZDK unterstützt Einführung von Diesel B10 und paraffinischem Diesel – Bundesrat beschließt Änderung der Kraftstoffverordnung

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat die Empfehlung der Ausschüsse Umwelt, Verkehr und Wirtschaft zur zweiten Änderung der Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen begrüßt. Die Änderungen sehen vor, Diesel B10 einzuführen und gleichzeitig B7 als Bestandssorte beizubehalten. Zudem soll paraffinischer Dieselkraftstoff gemäß DIN EN 15940 zugelassen werden, um HVO und GtL als Reinkraftstoffe an Tankstellen verfügbar zu machen. Diese Entscheidung wurde heute im Bundesrat getroffen. Die bisherige Verpflichtung, Super-Benzin anzubieten, soll gestrichen werden, da dies die Kapazitäten vieler Tankstellen überfordert und die Verfügbarkeit alternativer Kraftstoffe einschränkt.

Die ZDK betont ihre technologieoffene Grundüberzeugung und sieht dies als notwendig angesichts des Anstiegs der THG-Quote auf mindestens 25% bis 2030. Um diese Quote zu erfüllen und CO2-Emissionen zu reduzieren, werden eine Vielzahl erneuerbarer Kraftstoffe an Tankstellen benötigt. Die Tankstellenbetreiber sollten selbst entscheiden können, welche Kraftstoffe sie anbieten, solange sie zum Klimaschutz beitragen. Eine Senkung der Energiesteuer auf CO2-neutrale Kraftstoffe wird als Möglichkeit zur Förderung echter Technologieoffenheit angesehen.

Mit Blick auf mögliche lokale Auswirkungen könnten die neuen Regelungen dazu führen, dass Tankstellenbetreiber in der Region zusätzliche Investitionen tätigen müssen, um die neuen Kraftstoffe anzubieten. Dies könnte zu einer breiteren Auswahl an umweltfreundlichen Kraftstoffen für Verbraucher vor Ort führen und die regionale Wirtschaft im Bereich erneuerbarer Energien stärken.

Eine historische Perspektive zeigt, dass die Einführung von neuen Kraftstoffen und die Anpassung von Vorschriften für Kraftstoffqualitäten Teil eines fortlaufenden Prozesses sind, um den Umweltauswirkungen des Verkehrssektors entgegenzuwirken und die Klimaziele zu erreichen. Die Entwicklung und Akzeptanz von alternativen Kraftstoffen hat in den letzten Jahren zugenommen und wird voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen.

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Informationen zu den neuen Kraftstoffempfehlungen und -änderungen übersichtlich dargestellt:

| Kraftstoff | Beimischungsanteil | Norm |
|---------------------------|--------------------|-------------------------|
| Diesel B10 | bis zu 10% | - |
| Diesel B7 | bis zu 7% | DIN EN 590 |
| Paraffinischer Diesel | - | DIN EN 15940 |
| HVO | - | - |
| GtL | - | - |

Es bleibt abzuwarten, wie die Tankstellenbetreiber in der Region auf die neuen Vorschriften reagieren und wie Verbraucher die erweiterte Auswahl an Kraftstoffen annehmen werden. Die Entwicklung und Einführung von alternativen Kraftstoffen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität und zur Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen im Verkehrssektor.



Quelle: ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. / ots

Martin Schneider

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