Die Stadtwerke Winnenden und Backnang haben gemeinsam eine neue Gesellschaft gegründet, die „Windpark Hörnle GmbH & Co.KG“ heißen wird. Damit planen die beiden Städte den Bau von drei großen Windrädern im Waldstück „Hörnle“ bei Hertmannsweiler. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der Windkraft-Firma Uhl aus Ellwangen sowie der Hofkammer des Hauses Württemberg. Wie ZVW berichtet, sind die Windmessungen und die notwendigen Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren jedoch noch nicht abgeschlossen.

Oberbürgermeister Maximilian Friedrich von Backnang zeigt sich optimistisch über die interkommunale Zusammenarbeit. Die Planung des Windparks zielt darauf ab, eine Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten, die durch das Windenergieflächenbedarfsgesetz festgelegt sind. Laut BKZ muss bis 2032 eine Fläche von 2 Prozent Deutschlands für Windenergie ausgewiesen werden.

Regionale Planung und Genehmigungsprozess

Die Eignung und Wirtschaftlichkeit des Standortes „Hörnle“ zwischen Backnang und Winnenden wurde bereits im Regionalplanentwurf bestätigt. Jochen Mulfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Winnenden, betont die Wichtigkeit dieser interkommunalen Initiative. Geplant ist, dass die angrenzenden Gemeinden Allmersbach im Tal, Berglen und Leutenbach über die Fortschritte informiert werden. Diese Gemeinden sind ebenfalls eingeladen, sich an der Projektgesellschaft zu beteiligen.

Für die Windkraftanlagen werden naturschutzfachliche Gutachten benötigt, die zusammen mit den Windmessungen Anfang 2024 beginnen und das ganze Jahr über fortgeführt werden. Ob eine Gemeindewaldfläche in Leutenbach einbezogen werden kann, steht derzeit zur Prüfung offen. Das Startdatum des Projekts wird in den Gremien der Kommunen und Stadtwerke beraten, um transparenten Einfluss der kommunalpolitischen Entscheidungsträger zu garantieren.

Bürgerbeteiligung und wirtschaftliche Effekte

Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist die Einbeziehung der Bürger. Durch Beteiligungsmodelle sollen diese am wirtschaftlichen Ertrag des Windparks partizipieren. Die Diskussion um Windkraftprojekte ist jedoch nicht nur lokal geprägt, sondern findet im Kontext einer umfassenden politischen Debatte statt, die Aspekte wie Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum betrifft. Laut der Deutschen Windindustrie ist die Windkraft entscheidend für eine moderne Energiepolitik und bietet umweltfreundliche Alternativen zu fossilen Brennstoffen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie zahlreiche weitere Vorschriften regeln den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen. Diese umfassen Lärmschutz, Mindestabstände zu Wohngebieten und vogelschutzrechtliche Vorgaben. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden ist unerlässlich, um reibungslose Genehmigungsprozesse zu gewährleisten.

Der Ausbau der Windkraft hat positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und schafft zahlreiche Arbeitsplätze. Innovative Technologien verbessern die Effizienz der Windkraftanlagen und können zukünftig eine noch höhere Energieproduktion ermöglichen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich das Projekt in der Region entwickeln wird und welche Schritte beim Genehmigungsprozess unternommen werden. Die Bürger dürfen gespannt sein auf die weiteren Entwicklungen des Windparks „Hörnle“.