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Wirtschaft

Wachsender Widerstand: Russische Deserteure im Ukraine-Krieg finden Unterstützung vor Ort

Aufstand in Putins Armee: Warum immer mehr Soldaten desertieren

Im Ukraine-Krieg steht Wladimir Putin vor einem wachsenden Problem durch zunehmenden Widerstand innerhalb Russlands. Organisationen wie „Get Lost“ und „Idite Jeslom“ unterstützen Deserteure der russischen Armee. Die Anzahl der Soldaten, die Unterstützung suchen, ist deutlich angestiegen. Zum Beispiel meldeten sich im Januar 2024 284 Soldaten bei Anlaufstellen für Deserteurinnen und Deserteure. Die Organisation „Idite Jeslom“ hat bereits mit über 30.000 Männern Kontakt aufgenommen, von denen ein Viertel bereits an der Front in der Ukraine war und aus dem Einsatz fliehen wollte.

Die zunehmende Strenge gegenüber Deserteuren durch Putin hat zu einem Anstieg der Desertationen geführt. Trotz drohender strafrechtlicher Konsequenzen wagen einige Soldaten den riskanten Schritt, um dem Krieg zu entkommen. Einige flüchten sogar in benachbarte Länder wie Armenien, Kasachstan oder Serbien. Lediglich ein Bruchteil schafft es in die EU, während viele wieder nach Russland abgeschoben werden. In Deutschland haben nur wenige Deserteure Schutz gefunden, obwohl die Regierung im ersten Jahr des Ukraine-Kriegs offen für die Aufnahme von Deserteuren war.

Die Anti-Kriegs-Bewegung in Russland gewinnt an Fahrt und Unterstützung, während sich Deserteure weiterhin gegen Putins Politik und den Ukraine-Krieg stellen. Die Herausforderung für Putin, mit dem wachsenden Widerstand und der steigenden Anzahl von Deserteuren umzugehen, wird zu einem zentralen Thema seiner politischen Agenda.

Oliver Stein

Lebt in Berlin und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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