Wirtschaft

Unbezahlte Care-Arbeit: Frau gründet Unpaid Care Work mit 10.000 ‚Mitarbeitenden‘

Einblicke in die revolutionäre Bewegung der Anerkennung unbezahlter Care-Arbeit

Die Gründerin Franziska Büschelberger hat Ende April das Unternehmen „Unpaid Care Work“ auf LinkedIn ins Leben gerufen, um der Care-Arbeit mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Obwohl es bisher als unprofessionell galt, unbezahlte Care-Arbeit im Lebenslauf anzugeben, konnte das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit über 10.000 „Mitarbeitende“ verzeichnen. Viele Menschen verschweigen diese Art der Arbeit in ihrem beruflichen Werdegang, da es als nicht professionell angesehen wird.

Frauen leisten täglich deutlich mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer, was zu wirtschaftlichen Nachteilen, schlechteren Berufschancen und finanzieller Abhängigkeit führt. Büschelberger betont die Bedeutung der Sorgearbeit für die Wirtschaft und bezeichnet sie als unverzichtbar. Sie hofft, dass Unpaid Care Work nicht nur auf LinkedIn erfolgreich sein wird, sondern auch als das am schnellsten wachsende Unternehmen in Deutschland anerkannt wird.

Die Initiative von Büschelberger stieß auf großes Interesse, nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern und Vätern. Viele reagierten positiv auf ihren Aufruf, Care-Arbeit als Teil ihrer beruflichen Erfahrung anzugeben. Durch die Gründung des Unternehmens will Büschelberger dazu beitragen, die Wertschätzung und Anerkennung für unbezahlte Care-Arbeit in der Gesellschaft zu fördern und auf die Bedeutung dieser Arbeit aufmerksam zu machen.

Oliver Stein

Lebt in Berlin und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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