Am 4. März 2025 hielt Donald Trump seine erste Rede zur Lage der Nation vor dem US-Kongress und stellte dabei weitreichende politische Absichten und Meinungen zur internationalen Lage vor. Trump begann mit der Erklärung „Amerika ist zurück“ und skizzierte seine Vision für die Zukunft, die unter anderem die Sicherheit der USA und deren Rolle im globalen Kontext umfasst.
Ein zentrales Thema seiner Ansprache war der Wunsch, Grönland, das zu Dänemark gehört, für die nationale und internationale Sicherheit zu erwerben. Trump schloss militärischen Zwang nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Dies sorgt für Besorgnis in Europa, da die EU daraufhin betonte, die Souveränität Grönlands zu respektieren und sich um eine positive Zusammenarbeit bemüht, trotz der angespannten Lage.NZZ berichtet, dass die EU Führer zwei Tage benötigten, um auf Trumps Drohung zu reagieren, ohne direkt Kritik zu äußern.
Wirtschaft und Handel im Fokus
Trump nutzte die Rede auch dazu, seine wirtschaftlichen Strategien zu verteidigen. Besonders die Einführung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte, die am 12. März in Kraft treten sollen, stand im Mittelpunkt. Der Präsident sah dies als notwendigen Schritt, um die amerikanische Wirtschaft zu stärken. Gleichzeitig warnte er vor einem drohenden Handelskrieg, falls Europa seinerseits Zölle gegen die USA erhebe.op-online berichtete, dass die EU bereits Maßnahmen vorbereitet hat, um auf Trumps Zolldrohungen zu reagieren, einschließlich der Erstellung einer Liste amerikanischer Produkte, die mit Gegenzöllen belegt werden könnten. Diese Entwicklungen könnten potenziell den Euro-Raum belasten.
Besonders erwähnenswert ist, dass Trump seine Zölle nicht nur als wirtschaftliches Instrument, sondern auch als Teil seiner nationalen Sicherheitsstrategien betrachtet. Der Ton seiner Rede und die Art und Weise, wie er die EU behandelt, gibt Anlass zur Sorge über die Stabilität der transatlantischen Beziehungen, wie auch im Europäischen Parlament diskutiert wurde.europäisches Parlament
Innenpolitische Themen und Widerstand
In seiner Ansprache beschränkte Trump sich jedoch nicht nur auf Außenpolitik. Zudem ging er auf innenpolitische Themen ein, darunter die illegale Immigration sowie die Notwendigkeit von Steuersenkungen und die drohenden Regierungs-„Shutdowns“. Seine aggressive Rhetorik, mit der er Joe Biden als den „schlechtesten Präsidenten in der amerikanischen Geschichte“ bezeichnete, wurde von Protesten demokratischer Abgeordneter unterbrochen, was zu einer kurzen Unterbrechung der Rede führte.
Zusätzlich lobte Trump Elon Musk und dessen Initiative Doge. Dies geschah allerdings, während er den Aussagen seines eigenen Regierungsteams gegenüber Musks Führung dieses Projektes widersprach. Musk, ein enger Vertrauter Trumps, hat bereits mit seinen Äußerungen zur deutschen und britischen Innenpolitik viel Aufregung in Europa ausgelöst. Die EU zeigt sich trotz dieser Spannungen besorgt über die Entwicklungen und hält an ihrer Bereitschaft fest, die transatlantische Partnerschaft aufrechtzuerhalten.NZZ
Trumps Rede gestern war ein deutliches Signal für seine politischen Prioritäten und den Ton, den er im Umgang mit internationalen Partnern anschlagen möchte. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich diese Ankündigungen auf die transatlantischen Beziehungen sowie auf die wirtschaftliche Lage Europas auswirken werden.