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Studie zur Gen AI: 75% der Führungskräfte erwarten Veränderungen – Deloitte KI-Studie 2024

Die neue Deloitte-Studie "State of AI in the Enterprise: Now decides next" beleuchtet die Erwartungen und Entwicklungen rund um Generative Künstliche Intelligenz und untersucht, inwiefern sofort ergriffene Maßnahmen Auswirkungen auf die Entwicklung von Gen AI haben und deren Vorteile realisiert werden. Dabei zeigte sich, dass die befragten Führungskräfte im Allgemeinen von den potenziellen geschäftlichen Vorteilen der neuen KI begeistert sind, sich aber weniger optimistisch hinsichtlich der gesellschaftlichen Auswirkungen zeigen. Vor allem die Sorge über eine Verstärkung wirtschaftlicher Ungleichheit und eine Zentralisierung der Macht in der Weltwirtschaft stehen im Vordergrund.

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter mehr als 2.800 Führungskräften aus sechs Branchen in 16 Ländern, wobei sich die Befragten unterschiedlich erfahren im Umgang mit Generativer KI zeigten. Obwohl die Mehrheit angab, die KI bereits in ihren Unternehmen zu testen oder zu implementieren, gaben nur ein Viertel an, dass ihre Unternehmen gut darauf vorbereitet sind, Governance- und Risikofragen im Zusammenhang mit der Einführung von Gen AI anzugehen.

In dem Rahmen des World Economic Forum in Davos warnte Joe Ucuzoglu, Global CEO von Deloitte, vor den Herausforderungen, vor denen Unternehmen in Bezug auf Generative Künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren stehen. Dabei betonte er, dass Unternehmen unter einem immensen Handlungsdruck stünden und gleichzeitig angemessene Governance- und Risikominderungsmaßnahmen sicherstellen müssen.

Besonders besorgniserregend ist, dass die Mehrheit der befragten Führungskräfte eher auf taktische Vorteile wie Effizienzsteigerung und Kostensenkung als auf Wachstum und Innovation konzentriert ist. Dies berge nachhaltige Folgen für die künftige Geschäftsentwicklung, so Dr. Björn Bringmann, Leiter des AI Institute bei Deloitte Deutschland.

Die Studie zeigt auch, dass Unternehmen sich im Allgemeinen gut vorbereitet fühlen, wenn es um die Strategie und die technologische Infrastruktur geht, jedoch weniger zuversichtlich sind, wenn es um Fachkräftemangel, unzureichende Governance bei der KI-Einführung und Risiken geht, die als wesentliche Hindernisse für die Einführung von KI angesehen werden.

Die größten Bedenken der Befragten in Bezug auf die Unternehmensführung sind mangelndes Vertrauen in die Ergebnisse, Bedenken hinsichtlich des geistigen Eigentums, Missbrauch von Kunden- oder Auftraggeberdaten, Einhaltung von Vorschriften und mangelnde Erklärbarkeit bzw. Transparenz.

Es ist klar, dass die Dringlichkeit der KI-Transformation bei Unternehmen grundsätzlich verstanden wird. Allerdings ist es nun wichtig, das Thema konkret in den Organisationen zu verankern und beispielsweise mit einem hausinternen KI-Führerschein zu konkretisieren, wie ihn bei Deloitte bereits sehr viele Mitarbeitende absolviert haben.

Die Studie "State of Generative AI in the Enterprise" erscheint ab sofort vierteljährlich. Sie können die vorliegende Ausgabe "Now decides next" hier herunterladen und sich zugleich für den Erhalt der nächsten Updates registrieren.



Quelle: Deloitte / ots

Martin Schneider

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