Am 7. März 2025 wurde Senatorin Natasha Akpoti-Uduaghan für sechs Monate vom nigerianischen Senat suspendiert. Diese Maßnahme folgte auf ihre Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den Senate President Godswill Akpabio. Die Suspendierung tritt ab Donnerstag in Kraft und umfasst den Entzug von finanziellen Zulagen sowie Sicherheitsleistungen. Die Ethikkommission des Senats wies Akpoti-Uduaghans Petition zu den angeblichen Belästigungen aufgrund von Verfahrensregeln zurück.

Die Spannungen zwischen der Senatorin und dem Senate President hatten einen Vorgeschmack auf die Vorfälle gegeben, als es bereits zuvor einen Streit über ihre Sitzordnung im Senat gab. In einem Fernsehinterview am 28. Februar 2025 hatte Akpoti-Uduaghan behauptet, Akpabio habe 2023 unerwünschte sexuelle Annäherungen an sie gemacht. Akpabio bestritt die Vorwürfe und erklärte, er habe Akpoti-Uduaghan nicht belästigt.

Reaktionen und Proteste

In den sozialen Medien äußerte Akpoti-Uduaghan, dass ihre Suspendierung die Prinzipien von Gerechtigkeit und Fairness untergrabe. Der Senatsmehrheitsführer Opeyemi Bamidele forderte sie auf, während der Suspendierung mehr über die Regeln des Senats zu lernen. Kritiker, darunter Chioma Agwuegbo von TechHerNG, verurteilten den Umgang der Ethikkommission mit dem Fall und warfen ihr Voreingenommenheit vor.

In Abuja fanden Proteste statt, bei denen sowohl Unterstützer von Akpabio als auch von Akpoti-Uduaghan auf die Straße gingen. Währenddessen reichte Akpoti-Uduaghan eine Klage gegen Akpabio ein, in der sie Schadensersatz in Höhe von 100 Milliarden Naira (ca. 64.000 US-Dollar) fordert. Diese Vorfälle stehen im Kontext eines größeren Problems, da sexuelle Belästigungsfälle im nigerianischen Nationalversammlung nicht neu sind.

Ein historischer Kontext

Sowohl die Ereignisse rund um Akpoti-Uduaghan als auch die Reaktionen darauf sind Teil eines größeren Musters, welchem das weibliche Engagement in der Politik in den letzten Jahrzehnten zu eigen ist. Globale Führungsrollen von Frauen sind gestiegen, wie Beispiele von Kamala Harris, Jane Fraser und Ursula von der Leyen zeigen. Solche Entwicklungen sind das Ergebnis von jahrzehntelangen Kämpfen um das Wahlrecht für Frauen, die ihren Einfluss auf Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft geltend machen wollten.

Die dichten Verflechtungen von historischem und gegenwärtigem Engagement zeigen, dass der Kampf um Gleichstellung und Gerechtigkeit in der politischen Sphäre noch lange nicht beendet ist. Der Kampf, den Akpoti-Uduaghan nun führt, spiegelt die Herausforderungen wider, die Frauen im Rahmen dieser Bewegungen seit den Anfängen der Suffragisten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert immer wieder überwinden müssen.

Die Verbreitung des Feminismus hat seither verschiedene Wellen durchlaufen, von der ersten, die den Zugang zu den Wahlurnen sicherte, bis hin zur vierten Welle, die durch soziale Medien unterstützt wird und sich gegen sexuelle Belästigung und für die Rechte von Frauen einsetzt. Trotz dieser Fortschritte besteht jedoch die Notwendigkeit, den Kampf gegen genderbezogene Ungleichheiten fortlaufend zu thematisieren und nachzuhalten, um echte Gleichheit zu erreichen.

Die jüngsten Vorfälle in Nigeria zeigen deutlich, dass das Erbe der Suffragisten und deren Anliegen in der heutigen Zeit weiterhin von Bedeutung sind und dass ein transparentes Vorgehen gegen sexuelle Belästigung sowie eine gerechte Behandlung im politischen Umfeld unabdingbar bleiben.

Al Jazeera berichtet, dass …

Harvard International Review erklärt, wie …