Wirtschaft

Rüstungskeynesianismus und die Torheit der Regierenden – Ursachen und Folgen

Die verheerenden Auswirkungen des Rüstungskeynesianismus

In der Geschichte der Menschheit scheinen politische Führer oft den Pfad der Torheit zu wählen, insbesondere vor und während kriegerischer Auseinandersetzungen. Dies trifft nicht nur auf vergangene Weltkriege zu, sondern auch auf aktuelle Konflikte wie den in der Ukraine und im Gazastreifen. Die Entscheidungen der Herrschaftseliten bringen Leid, Tod und wirtschaftliche Not für Millionen von Menschen, während Demokratie und Grundrechte unter dem Kriegsrecht leiden.

Obwohl es scheint, dass die Wohlhabenden profitieren könnten, stellt der französische Verteilungsexperte Thomas Piketty fest, dass Kriege tatsächlich zu einer Verringerung der Einkommens- und Vermögensungleichheit führen. Die wahren Nutznießer sind die Rüstungskapitalisten, die durch Lobbyarbeit und Medienpropaganda Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Studierende der Ökonomie erkennen, dass staatliche Ausgaben für Rüstung im Gegensatz zu zivilen Ausgaben weniger positive Auswirkungen auf das Volkswohlstand haben und zu Verteilungskonflikten führen.

Trotz dieser Erkenntnisse setzen einige Regierungen weiterhin auf Rüstungskeynesianismus, finanziert durch staatliche Schulden und nicht durch eine gerechtere Besteuerung der Vermögenden. Dieser Weg führt oft nach Kriegen zu Staatsbankrotten und wirtschaftlichem Leid für die Bevölkerung. Sowohl die „Gewinner“ als auch die „Verlierer“ von Kriegen erfahren große Verluste, sei es durch Todesfälle, ökonomische Schäden, Umweltzerstörung oder den Verlust an Wohlfahrt.

Es ist an der Zeit, die Motive und Aktionen politischer Amtsträger zu hinterfragen. Möglicherweise könnte eine direkte Volksdemokratie dazu beitragen, irrationales Handeln zu reduzieren und die Interessen der Bevölkerung wirksamer zu vertreten. Es liegt an uns, darüber zu diskutieren und Alternativen zu den destruktiven Mustern vergangener Entscheidungen zu finden.

Oliver Stein

Lebt in Berlin und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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