Alle drei mittelhessischen Hochschulen, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg und die Technische Hochschule Mittelhessen, haben sich im Gründungsradar 2025 in der Kategorie „Große Hochschulen“ verbessert. Dies geht aus den neuen Ergebnissen hervor, die im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zur Gründungsförderung veröffentlicht wurden. Der Gründungsradar 2025 ist eine Vollerhebung unter deutschen Hochschulen und beleuchtet insbesondere die Anzahl der Unternehmensgründungen sowie deren systematische Einbettung in Forschung, Lehre und Unterstützung, wie uni-giessen.de berichtet.

Der Gründungsradar, der seit 2012 vom Stifterverband mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erstellt wird, verdeutlicht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Gründungsförderung in Mittelhessen und zeigt die Wirksamkeit des Verbunds StartMiUp auf. Ziel des Gründungsradars ist es, die Gründungsförderung an Hochschulen nachhaltig zu verbessern, wobei im Jahr 2023 bereits 2.927 betreute Gründungen an deutschen Hochschulen registriert wurden, was einen Anstieg im Vergleich zu 2021 darstellt. Eine entscheidende Rolle spielen hier insbesondere Gründungen mit Wissens- und Technologietransfer, die mehr als ein Drittel der Gesamtzahl ausmachen und deren Zahl sich seit 2012 mehr als verdoppelt hat, wie gruendungsradar.de ergänzt.

Förderung nachhaltiger Innovationen

Ein bedeutendes Projekt ist die geplante Gründung der StartMiUp Factory Sustainable Life, die in Zusammenarbeit mit regionalen Wirtschaftspartnern ins Leben gerufen werden soll. Hierbei steht die Förderung nachhaltiger Innovationen und Cross-Technology-Innovationen im Fokus. Zudem wird die StartMiUp Factory Teil des EXIST-Leuchtturmwettbewerbs „Startup Factories“, der mit bis zu zehn Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Dies ist ein klarer Schritt, um Gründer von der Idee bis zur Marktreife umfassend zu begleiten, hebt stifterverband.org hervor.

Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Innovations- und Gründungsförderung der mittelhessischen Hochschulen im Verbund mit dem Forschungscampus Mittelhessen weiter zu intensivieren. Ein vielversprechendes Vorhaben ist der Ausbau des StartMiUp Funnels, der nicht nur neuen Unternehmen Unterstützung bieten, sondern auch bestehende Gründungsvorhaben nachhaltig verankern soll. Zudem wird das EFRE-Projekt „Innovation Funnel Mittelhessen“ dazu beitragen, den Prozess für Unternehmen zu öffnen und die Vernetzung zu fördern.

Verstetigung der Gründungsförderung

Ein weiterer Schwerpunkt des Gründungsradars 2025 ist die Verstetigung der bereits etablierten Förderstrukturen. Ziel ist es, temporäre Fördermaßnahmen in dauerhafte, tragfähige Strukturen zu transformieren. Diese Entwicklung soll die langfristige Erfolgsfähigkeit der Gründungsförderung an Hochschulen sichern und unterstreicht die Notwendigkeit, expertise durch erfahrenes Personal aufzubauen sowie eine kontinuierliche Unterstützung durch die Hochschulleitungen sicherzustellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anstrengungen der Hochschulen zur Stärkung der Gründungskultur nicht nur die Attraktivität der Hochschulen für Studierende erhöhen, sondern auch ein spannendes Umfeld für unternehmerische Wissenschaftler schaffen. Diese Entwicklung eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Erschließung ungenutzten Innovationspotenzials in der Region, wie die umfassenden Analysen und Statistiken des Gründungsradars zeigen.