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Ingenieurstudierendenzahlen: Bedarf an Ingenieuren steigt trotz konjunktureller Eintrübung

In den kommenden Jahren wird durch Demografie, Digitalisierung und Klimaschutz der Bedarf an Beschäftigten in Ingenieur- und Informatikerberufen deutlich zunehmen. Die Zahl der offenen Stellen in den Ingenieurberufen ist trotz einer konjunkturellen Eintrübung hoch. Laut Statistischem Bundesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gesunken sein, was sich auch auf den Arbeitsmarkt in den Ingenieur- und Informatikerberufen auswirkt. Im dritten Quartal 2023 ist die Gesamtzahl an offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf 165.200 gesunken, übersteigt jedoch immer noch das Niveau vor der Corona-Pandemie.

Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Berufskategorien. Während die Anzahl der offenen Stellen in den Ingenieurberufen Technische Forschung und Produktionssteuerung sowie in den Ingenieurberufen Maschinen- und Fahrzeugtechnik zugenommen hat, sind rückläufige Zahlen bei den Bauingenieurberufen und den Informatikerberufen zu verzeichnen.

Besorgniserregend ist der Rückgang der Studienanfänger und -anfängerinnen in den Fächern Ingenieurwissenschaften und Informatik um 12,5 Prozent im ersten Hochschulsemester. Insbesondere die Studienbereiche Maschinenbau/Verfahrenstechnik und Elektrotechnik haben in den letzten zehn Jahren an Studierendenzahlen verloren. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Informatik stark an, was den zukünftigen Anforderungen der Gesellschaft gerecht werden soll.

Die Kompetenzentwicklung der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler zeigt einen besorgniserregenden Trend. Die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind gesunken, was die Zukunft des Nachwuchses in den Ingenieur- und Informatikerberufen belasten könnte. Maßnahmen sind erforderlich, um junge Menschen für diese Berufsfelder zu begeistern und die Attraktivität des Ingenieurberufs zu steigern.

Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) gibt gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft den Ingenieurmonitor heraus, der einen Überblick über den Arbeitsmarkt in den Ingenieur- und Informatikerberufen bietet. Durch Nachwuchsaktivitäten wie den VDini-Clubs engagiert sich der VDI aktiv, um qualifizierte Fachkräfte in diesen Berufsfeldern zu gewinnen und den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Der VDI setzt sich seit mehr als 165 Jahren für den technischen Fortschritt ein und trägt dazu bei, Innovationen voranzutreiben und den Wohlstand Deutschlands zu sichern.



Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. / ots

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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