Wirtschaft

Gewerkschaften in Mainz fordern bessere Tarifverträge für Beschäftigte

Tarifverträge als Schlüssel zu mehr Lohn und Sicherheit in der Arbeitswelt.

Anlässlich des Tags der Arbeit hat die DGB-Chefin für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Susanne Wingertszahn, die Bedeutung von Tarifverträgen betont. In einer Zeit der Krise forderte sie Betriebe auf, Tarifverträge mit ihren Beschäftigten abzuschließen, um diesen Sicherheit im Job und im Alltag zu bieten. Wingertszahn unterstrich die Notwendigkeit von angemessenen Löhnen und Arbeitszeiten, die den Bedürfnissen der Beschäftigten entsprechen und betonte, dass Gewerkschaften durch gute Tarifabschlüsse diese Ziele erreichen können.

Tarifverträge bedeuten laut Wingertszahn nicht nur mehr Lohn, sondern auch mehr Freizeit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Dennoch profitiert nur die Hälfte der Beschäftigten von diesem Schutz, was die DGB-Vorsitzende als problematisch ansieht. Sie appellierte an Betriebe und Unternehmen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich zur Unterzeichnung von Tarifverträgen zu bekennen. Zudem ermutigte sie neue Branchen und Betriebe, diesem Beispiel zu folgen und Tarifverträge abzuschließen.

Im Rahmen des Tags der Arbeit fanden insgesamt 19 Veranstaltungen des DGB im gesamten Bezirk statt. Unter dem Motto „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit, mehr Demokratie“ versammelten sich mehrere Tausend Menschen, um für die Belange der Arbeitnehmer einzutreten und die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen. Es bleibt abzuwarten, ob die Aufforderung von DGB-Chefin Susanne Wingertszahn zu einem verstärkten Abschluss von Tarifverträgen von den Betrieben aufgegriffen wird und zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen kann.

Oliver Stein

Lebt in Berlin und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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