Finanzen

Benzinpreise in Deutschland: Forderungen nach Senkung der Steuern und Abgaben

Sahra Wagenknecht kämpft für faire Spritpreise - Wie könnte eine Abschaffung der CO2-Abgabe aussehen?

Sahra Wagenknecht, Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), kritisiert die hohen Spritpreise in Deutschland und macht die Bundesregierung für diese Entwicklung verantwortlich. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegen die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland auf dem siebten Platz. Laut Wagenknecht belastet die Regierung die Verbraucher mit Steuern und Abgaben, was zu den gestiegenen Preisen führt.

Die ehemalige Linke-Politikerin schlägt vor, die Spritsteuern auf europäisches Normalmaß zu senken und die CO2-Abgabe abzuschaffen. Sie argumentiert, dass ein Spritpreisdeckel als Wachstumsmotor dienen könnte, da das Geld, das an der Zapfsäule gespart wird, der Konjunktur zugutekommen könnte. In der EU liegt der Durchschnittspreis für versteuertes Benzin bei 1,81 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,68 Euro pro Liter.

Trotz Wagenknechts Vorschlag betont der ADAC, dass es nicht möglich ist, komplett auf Steuern zu verzichten. Die EU schreibt Mindestverbrauchssteuern vor, die von den Ländern eingehalten werden müssen. Deutschland erhebt beispielsweise 65,45 Cent pro Liter Benzin als Steuer. Während einige EU-Länder wie die Niederlande und Italien hohe Benzinsteuersätze haben, liegt Deutschland im mittleren Bereich.

In Bezug auf die aktuellen Preise zeigt sich jedoch ein Lichtblick für Verbraucher. Der Preis für die Kraftstoffsorte E10 ist erstmals nach mehreren Anstiegen gesunken, was auf niedrigere Ölpreise und einen stärkeren Euro zurückzuführen ist. Der Abstand zwischen Benzin und Diesel hat sich vergrößert, was den Verbrauchern in Deutschland zugutekommt.

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Laura Johnson

Lebt in Bremen und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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