Am 12. März 2025 traten neue Einfuhrzölle der USA auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent in Kraft. Diese Maßnahme betrifft nicht nur die heimische Industrie, sondern auch Deutschlands und die gesamte Europäische Union. US-Präsident Donald Trump hat die Zölle eingeführt, um angebliche Bedrohungen für die nationale Sicherheit abzuwenden. Er beschuldigt China, den Markt mit billigem Metall zu überfluten und argumentiert, dass exzessive Importe gefährlich seien. Rund 10 Prozent des in die USA importierten Stahls und 15 Prozent des Aluminiums stammen aus der EU, was die neue Zollpolitik zu einem bedeutenden Problem für europäische Unternehmen macht. US-Importeure müssen schätzungsweise bis zu 6 Milliarden Euro an zusätzlichen Zöllen zahlen, während die neuen Zölle EU-Exporte im Wert von 26 Milliarden Euro betreffen, was etwa 5 Prozent der gesamten Warenexporte der EU in die USA entspricht. Diese Informationen konnte bnn.de zusammentragen.

In Reaktion auf diese Zölle kündigt die EU-Kommission Maßnahmen an, die ab April 2025 in Kraft treten sollen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betont die Notwendigkeit, Verbraucher und Unternehmen zu schützen. Die geplanten EU-Extrazölle werden US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote und Erdnussbutter betreffen, wobei im ersten Schritt Waren im Wert von etwa 8 Milliarden Euro besteuert werden sollen, gefolgt von weiteren 18 Milliarden Euro im zweiten Schritt. Zudem kritisierte von der Leyen die Zollentscheidung von Trump und warnte vor den negativen Auswirkungen auf Lieferketten, die Wirtschaft und Arbeitsplätze haben könnte. Sie äußerte sich dabei offen für Verhandlungen mit der US-Regierung, um den Konflikt einvernehmlich zu lösen.

Historischer Kontext und Folgen

Die neue Zollpolitik erinnert stark an einen früheren Handelskonflikt. Während Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 wurden ähnliche Zölle eingeführt, auf die die EU damals mit Vergeltungszöllen reagierte. Ein Stillhalteabkommen, das unter der Biden-Regierung 2021 erreicht wurde, konnte die Situation entschärfen, doch Trumps Rückkehr ins Amt nach der Wahl im November 2024 hat die Spannungen erneut angeheizt. Laut tagesschau.de plant Trump, auch neue Zölle auf Autos und andere Waren aus der EU zu verhängen, was die handelspolitischen Beziehungen weiter belasten könnte.

EU-Abgeordnete diskutierten die Auswirkungen der US-Zölle bereits umfassend. In einer Debatte am 12. Februar 2025 wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, die transatlantischen Beziehungen zu stärken. Adam Szłapka, Minister für europäische Angelegenheiten, wies auf die Vorteile eines offenen, regelbasierten Handels hin. Maroš Šefčovič von der Europäischen Kommission kritisierte die Zölle als schädlich für Unternehmen und Verbraucher, während Bernd Lange die Möglichkeit von Gegenzöllen ansprach. Sophie Wilmès betonte die Notwendigkeit einer starken Rückmeldung gegen die neuen Zölle. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie sehr der Handel zwischen der EU und den USA von diesen Zollmaßnahmen betroffen ist. Weitere Zölle sollen am 2. April 2025 eingeführt werden.

Zusammenfassend zeigt sich, dass die neuen Zölle nicht nur ein Handelskonflikt sind, sondern auch Auswirkungen auf die vielen Verbindungen zwischen der EU und den USA haben könnten, die vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftslage von höchster Bedeutung sind. Die EU ist sich der Herausforderungen bewusst und wird versuchen, durch gezielte Maßnahmen und mögliche Verhandlungen mit der US-Regierung die Situation zu verbessern, so die Einschätzung von europarl.europa.eu.