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BPI zum Referentenentwurf des Medizinforschungsgesetzes: Deutschland als Studienstandort attraktiver

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) äußert sich positiv zum Referentenentwurf des Medizinforschungsgesetzes (MFG) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Laut Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI, könnten die geplanten Maßnahmen dabei helfen, Deutschland als Forschungs- und Entwicklungsstandort wieder näher an die Weltspitze zu bringen.

Besonders erfreulich sind für den BPI die beschleunigten und vereinfachten Genehmigungs- und Anzeigeverfahren für sichere klinische Prüfungen, die Deutschland als Studienstandort attraktiver machen sollen. Joachimsen betont, dass auch der internationale Charakter Klinischer Prüfungen mit dem Medizinforschungsgesetz gefördert wird. Zudem erhalten pharmazeutische Unternehmen praxistaugliche Unterstützung zur Vorbereitung und Durchführung klinischer Prüfungen.

Allerdings äußert der BPI auch offene Kritikpunkte am Referentenentwurf. Insbesondere die Schaffung einer Bundes-Ethik-Kommission beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wirft Fragen auf. Es fehlen eindeutige Vorgaben, ob für die Bundes-Ethik-Kommission die gleichen harmonisierten Bewertungs- und Forderungsmaßstäbe gelten müssen wie für andere Ethik-Kommissionen. Zudem weist Joachimsen darauf hin, dass spezifische Spezialisierungen einzelner Ethik-Kommissionen sinnvoll erscheinen, und schlägt eine Ausweitung auf andere Bereiche vor.

Des Weiteren warnt der BPI davor, dass das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) die guten Absichten der Pharmastrategie und des Medizinforschungsgesetzes konterkarieren und somit die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten behindern könnte.

In der nachfolgenden Tabelle sind einige Fakten zum Thema klinische Prüfungen in Deutschland aufgeführt.

| Thema | Fakten |
|----------------------------------|---------------------------------------------|
| Anzahl klinischer Prüfungen | Deutschland führt jährlich über 2000 klinische Prüfungen durch |
| Internationale Zusammenarbeit | Deutschland kooperiert bei klinischen Prüfungen mit verschiedenen Ländern |
| Bedeutung für die Pharmaindustrie| Klinische Prüfungen sind für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien unerlässlich |

Zusammenfassend zeigt sich der BPI insgesamt positiv gegenüber dem Referentenentwurf des Medizinforschungsgesetzes, weist jedoch auch auf einige kritische Punkte hin, die seiner Meinung nach noch diskutiert werden müssen.



Quelle: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie / ots

Martin Schneider

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