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Ärztinnen-Benachteiligung in deutschen Kliniken: Marburger Bund fordert besseren Schwangerenschutz

Die Pressemitteilung des Marburger Bundes befasst sich mit der Diskriminierung von Ärztinnen in deutschen Kliniken aufgrund ihrer Schwangerschaft. Studien und Umfragen haben gezeigt, dass schwangere Ärztinnen oft benachteiligt werden und unter anderem weniger Festanstellungen erhalten. Darüber hinaus bekommen viele Ärztinnen ein betriebliches Beschäftigungsverbot, was sich negativ auf ihre Karriere auswirken kann.

Obwohl das Mutterschutzgesetz eine individuelle Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes für schwangere Ärztinnen vorsieht, wird dies in der Realität oft nicht oder nicht erfolgreich umgesetzt. Die Vorsitzende des Marburger Bundes kritisiert, dass viele Ärztinnen, die weiterarbeiten möchten, durch pauschale Beschäftigungsverbote degradiert werden.

Zusätzlich zu den Schwierigkeiten aufgrund von Schwangerschaften, stehen Ärztinnen und Medizinstudentinnen auch vor dem Problem der dauerhaften Befristungen ihrer Arbeitsverträge. Eine Umfrage ergab, dass weniger Festanstellungen an Ärztinnen vergeben werden im Vergleich zu männlichen Ärzten.

Der Frauenanteil in der Medizin sinkt mit jeder Karrierestufe, obwohl die Mehrheit der Studenten der Humanmedizin weiblich ist. Es wird eine steigende Lücke an Chirurginnen und Chirurgen auf dem Arbeitsmarkt prognostiziert, da Frauen in Führungspositionen in Krankenhäusern unterrepräsentiert sind.

Das Bundesministerium für Gesundheit betont die Bedeutung des Ausbaus der Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen in Krankenhäusern und erwähnt verschiedene Förderprogramme für Ärztinnen. Es wird darauf hingewiesen, dass Krankenhäuser das Potenzial von qualifizierten Frauen nutzen sollten und Arbeitsbedingungen so gestaltet werden können, dass sie mit familiären Verpflichtungen vereinbar sind.

Die vorliegenden Daten zeigen die Herausforderungen, denen Ärztinnen in deutschen Kliniken gegenüberstehen, und verdeutlichen die Bedeutung geeigneter Maßnahmen zur Förderung von Frauen in der Medizin.



Quelle: SWR - Das Erste / ots

Martin Schneider

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