Am 10. März 2025 kam es in der Nordsee vor der britischen Ostküste zu einer schweren Kollision zwischen dem Öltanker „Stena Immaculate“ und dem Frachtschiff „Solong“. Laut op-online.de ereignete sich der Vorfall um 9:48 Uhr Ortszeit. Der Öltanker geriet in Brand, nachdem er beim Ankern von dem Frachtschiff gerammt wurde.
Die Rettungskräfte arbeiten derzeit an der Bergung der Besatzungsmitglieder. Von den insgesamt 36 Crewmitgliedern beider Schiffe wurden alle sicher an Land gebracht, jedoch musste eine Person, die zur „Solong“ gehörte, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Berichten zufolge sind mindestens 32 Verletzte in Sicherheit gebracht worden, während ein Rettungshubschrauber derzeit nach einer vermissten Person sucht.
Umfang der Rettungsaktion
Die deutsche Mehrzweckschiff „Mellum“ wurde zur Brandbekämpfung eingesetzt. Darüber hinaus hat die Bundeswehr ein Flugzeug vom Typ DO 228 bereitgestellt, um mögliche Schadstoffe im Wasser zu erkennen. Derzeit werden Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung geprüft, nachdem Flugzeugtreibstoff aus dem „Stena Immaculate“ ausgetreten ist. Dieses Schiff war mit Treibstoff für das US-Militär geladen.
Die Kollision führte nicht nur zu den Bränden auf beiden Schiffen, sondern auch zu dichten Rauchwolken, die die Sicht in der Umgebung erheblich beeinträchtigen. Das Havariekommando koordiniert den Rettungseinsatz, der im Rahmen des Bonn-Übereinkommens erfolgt, um die Folgen dieser Tragödie zu bewältigen.
Kontext und Folgen von Tankerunglücken
Tankerunfälle haben seit jeher verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. Historisch betrachtet, gilt das Unglück während des Golfkriegs im Frühjahr 1991, bei dem schätzungsweise 570 Millionen Liter Rohöl ausliefen, als die größte Ölpest der Geschichte. Insgesamt wurden etwa 570.000 Tonnen Rohöl durch beschädigte Öltanker und Ölverladestationen freigesetzt, was erhebliche Umweltschäden nach sich zog. Aktuelle Daten und Berichte auf derStandard.at zeigen, dass solche Vorfälle auch heutzutage regelmäßig zu gefährlichen Umweltverschmutzungen führen.
Die Situation rund um die Kollision in der Nordsee bleibt angespannt, während die Rettungs- und Aufräumarbeiten fortgesetzt werden. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung und die potenziellen Folgen für die Umwelt mit großer Besorgnis.