Haushalte stehen vor der Herausforderung, den Stromverbrauch zu senken, insbesondere durch den gezielten Einsatz von Waschmaschinen. Wie Focus berichtet, wäscht eine Familie mit zwei Kindern im Schnitt fünfmal pro Woche. Oft wird jedoch mehr Wäsche gewaschen als nötig, was nicht nur Geld kostet, sondern auch Ressourcen verschwendet. Durch einfache Handgriffe und optimale Einstellungen können jährlich bis zu 250 Euro beim Wäschewaschen eingespart werden.
Wesentliche Faktoren, die für ein gutes Waschergebnis entscheidend sind, umfassen die gewählte Temperatur, die Waschzeit, das Gerät selbst und das verwendete Waschmittel. Hohe Temperaturen erfordern zwar weniger Zeit, führen jedoch zu einem höheren Energieverbrauch. Bei niedrigen Temperaturen und geringerer Menge an Waschmittel lässt sich der Verbrauch reduzieren. Besonders sinnvoll ist der Verzicht auf Vorwäsche, die in den meisten Fällen unnötig ist und zusätzliche Kosten von rund 10 Euro pro Jahr verursacht, wenn sie zweimal wöchentlich genutzt wird.
Effiziente Waschmethoden
Das Nutzen von Eco-Programmen, die weniger Energie verbrauchen, ist eine der empfohlenen Maßnahmen. Laut Polarstern spart dieses Programm, obwohl es länger dauert, etwa doppelt so viel Strom wie das reguläre Programm. Der Stromverbrauch eines Haushalts entfällt zu rund 13 % auf Waschen und Trocknen. Es wird geraten, Waschmaschinen stets voll zu beladen und die Programme so zu wählen, dass der Energieverbrauch minimiert wird.
Bei der Wahl der Waschmaschine ist das EU-Energielabel von großer Bedeutung. Seit 2021 gelten neue Richtlinien, die Geräte in sieben Klassen von A bis G einteilen. Ein waschmaschinen mit einer Energieeffizienzklasse von A hat zum Beispiel einen jährlichen Energieverbrauch von ca. 150 kWh und einen Wasserbedarf von ca. 11.000 Litern, während Geräte der Klasse D etwa 290 kWh benötigen. Um Ressourcen zu schonen, sollten Verbraucher auch auf die Größe der Waschmaschine achten; für zwei Personen sind 5-6 kg optimal, während Familien mit mehr Personen eine größere Maschine benötigen.
Praktische Tipps für den Alltag
Zusätzliche Tipps zur Effizienzsteigerung bei Waschmaschinen umfassen:
- Niedrigere Temperaturen nutzen: 30 Grad statt 60 Grad kann 35-40 % Energie sparen.
- Flusensieb regelmäßig reinigen, um den Stromverbrauch nicht unnötig zu erhöhen.
- Bei Allergikern empfiehlt sich 60 Grad, allerdings sollten die Textilien lange genug bei dieser Temperatur gewaschen werden.
Ein bedeutender Einsparfaktor ist der Verzicht auf den Wäschetrockner – hier können jährlich bis zu 200 Euro gespart werden. Hohe Schleuderzahlen zwischen 1.400 und 1.800 U/min sind empfohlen, um die Wäsche vorzutrocknen. Der effiziente Umgang mit Waschmaschinen schützt nicht nur die Umwelt, sondern senkt auch die Kosten für den Haushalt erheblich, was von Energieberatung Wissen bekräftigt wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zahlreiche simple Maßnahmen gibt, um beim Wäschewaschen Geld zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Von der richtigen Nutzung der Waschmaschine über die Wahl des richtigen Programms bis hin zum bewussten Waschverhalten – jeder Beitrag zählt.