Die Furcht vor Maschinen und künstlicher Intelligenz ist seit fast 100 Jahren ein zentrales Thema im Film. Ein neuer Beitrag zu diesem Genre ist die Netflix-Produktion „The Electric State“, die am 14. März 2025 veröffentlicht wird. Die Geschichte basiert auf der Graphic Novel von Simon Stålenhag und ist in einer alternativen Version der 1990er Jahre angesiedelt. Unter der Regie der Brüder Joe und Anthony Russo spielen Chris Pratt und Millie Bobby Brown die Hauptrollen in dieser düsteren Erzählung.
„The Electric State“ handelt von Robotern, die ursprünglich für Disneyland entwickelt wurden und ein Bewusstsein entwickeln. Dies führt zu einem Krieg zwischen Menschen und Maschinen, den die Menschen zwar gewinnen, die Roboter jedoch in das gesperrte Gebiet „Electric State“ verbannen. Die Welt des Films ist geprägt von den Überresten der Kampfmaschinen und der Nutzung von Neurocaster für virtuelle Realität. Die Protagonistin Michelle, verkörpert von Millie Bobby Brown, lebt nach dem Verlust ihrer Familie bei einem Pflegevater und weigert sich, der virtuellen Welt beizutreten. Zusammen mit dem Schmuggler Keats (Chris Pratt) und einem freundlichen Roboter namens Cosmo macht sie sich auf die Reise durch ein zerstörtes Amerika.
Technologische Relevanz und nostalgische Anspielungen
Die aktuelle Relevanz von „The Electric State“ wird durch technologische Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz unterstrichen. Die Visualisierung der Roboter, die im Film als visuelle Stars agieren, erfolgt durch Bewegungen echter Menschen, was die Erzählung noch lebendiger macht. Hierbei bieten der Film und seine visuelle Ästhetik eine Hommage an das Popcorn-Kino der 1980er Jahre, untermalt von einer nostalgischen Filmmusik von Alan Silvestri. Der Film wird als kurzweiliges Streaming-Vergnügen beschrieben, das trotz seiner manchmal klischeehaften und oberflächlichen Elemente zur Beschäftigung mit den Themen von Technologie und Verantwortung anregt.
Die Thematik von künstlicher Intelligenz zieht sich durch die Filmgeschichte und gewann an Bedeutung, als Schlüsselfilme wie „Metropolis“ (1927), „Blade Runner“ (1982) und „Terminator“ (1984) die ethischen und moralischen Dilemmata beleuchteten, die mit Fortschritten in der Technologie einhergehen. Filme wie „I, Robot“ (2004), „Ex Machina“ (2014) und „The Creator“ (2023) zeigen unterschiedliche Facetten der Mensch-Maschine-Interaktion und deren potenziell verstörenden Konsequenzen.
Einflussreiche Filme über Künstliche Intelligenz
Die Kinoentwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz reflektiert eine ständige Balance zwischen Utopie und Dystopie. Über die Jahrgänge hinweg ist eine Vielzahl von Filmen entstanden, die unsere Vorstellung von KI herausfordern. Hier sind einige bemerkenswerte Beispiele:
- Metropolis (1927) – Ein ikonischer Stummfilm über eine düstere Zukunft mit dem Androiden HEL.
- The Terminator (1984) – Thematisiert die Gefahren einer von Menschen geschaffenen Killer-KI.
- Blade Runner (1982) – Behandelt die Grenzen zwischen künstlichem und biologischem Leben.
- I, Robot (2004) – Erforscht die Kontrolle der KI über das menschliche Schicksal.
- Ex Machina (2014) – Setzt sich mit den Themen Vertrauen und Autonomie auseinander.
- The Creator (2023) – Thematisiert die moralische Ambivalenz in einer von KI dominierten Welt.
Die Filmindustrie bleibt dynamisch, indem sie sowohl die Ängste als auch die Faszinationen, die künstliche Intelligenz in unserer Gesellschaft hervorruft, thematisiert. Wie die Vielzahl dieser Filme zeigt, ist es eine ständige Exploration, die sowohl zur Reflexion als auch zur Kritik aufruft.
In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen rasant voranschreiten, bleibt es spannend, wie Filme wie „The Electric State“ diese Themen ansprechen und in die Diskussion darüber, wie wir mit unserer durch Technologie geprägten Welt umgehen, einfließen.
Die gesamte Entwicklung und die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz in filmischen Erzählungen haben durch Werke wie „The Electric State“ an Aktualität und Bedeutung gewonnen. Zu sehen, wie die Filmindustrie weiterhin Geschichten formt, die sowohl faszinieren als auch warnen, ist mehr denn je von Bedeutung.
Weitere Informationen über die Thematik können auf den Webseiten von FAZ, Popkultur und The Decoder gefunden werden.