Amazon hat sein Verteilzentrum in Troisdorf am 2. Juni 2021 in Betrieb genommen und mittlerweile ist das Logistikzentrum zu einem entscheidenden Teil des Unternehmens geworden. Auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern am Zündorfer Weg werden täglich aus einem Sortierzentrum eine mittlere fünfstellige Zahl an Sendungen ausgeliefert. Steffen Adler, Pressesprecher von Amazon Deutschland, hebt hervor, dass die hohe Effizienz nicht an der Fähigkeit der Fahrer oder den Fahrzeugen liegt, sondern vor allem durch gut geplante Prozesse erreicht wird.

Das Troisdorfer Standortteam von 190 Mitarbeitern arbeitet im Schichtbetrieb und sorgt dafür, dass täglich zwischen 10 bis 15 Lastwagen an die Rolltore des Zentrums rollen. Eine der ersten Stationen im Sortierprozess nennt sich „Induct“, wo Rollcontainer entladen werden. Hierbei werden Adressaufkleber gescannt und automatisch ausgedruckt. Sicherheit hat höchste Priorität: Die Zusteller steuern Straßen in einer bestimmten Reihenfolge an, und es werden gezielte Maßnahmen ergriffen, um Mehrarbeit zu vermeiden.

Vielseitige Infrastruktur und Technologien

Im Verteilzentrum in Troisdorf werden Sendungen manuell auf den „Fingern“ A bis C und elektronisch auf Finger D sortiert. Besonders bemerkenswert ist die Automatisierung in der Sortieranlage, die bestimmte Prozesse effizienter gestaltet. Bei der Beladung der Lieferfahrzeuge folgt das Team einer festgelegten Choreografie.

Des Weiteren setzt Amazon in Troisdorf verstärkt auf umweltfreundliche Lösungen: 20 neue elektrische Transportfahrzeuge, die unter anderem mit 360-Grad-Kameras und einem klimatisierten Fahrersitz ausgestattet sind, haben ihren Einsatzort in der Region gefunden. Diese Fahrzeuge werden an Ladestationen am Verteilzentrum aufgeladen.

Wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Die Ansiedlung des Verteilzentrums hat nicht nur zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beigetragen – bis zu 150 neue Stellen entstehen hier. Die hervorragende Lage des Zentrums in der Nähe zur Autobahn wird als logistisch ideal angesehen. Lars Klems, Standortleiter, destacó die schnellen Lieferoptionen für die Kunden und die Möglichkeit, den Status ihrer Pakete in Echtzeit zu verfolgen. Ein zusätzliches Feature ist „Photo on Delivery“, das eine Bestätigung der sicheren Zustellung liefert, falls Kunden nicht zu Hause sind.

Die Offenheit in der Kommunikation und die flexiblen Arbeitszeiten werden von den Mitarbeitern geschätzt. Aktuell gibt es keine Initiative für einen Betriebsrat, jedoch betont Amazon die Wichtigkeit einer direkten Kommunikation. Der Einstiegslohn für Boten liegt bei 15,05 Euro pro Stunde und kann nach zwei Jahren auf 17,80 Euro steigen. Bietet eine breite Palette an Zusatzleistungen, wie ein Deutschlandticket und bis zu 8000 Euro für Weiterbildungskosten.

Das Angebot von Amazon erfährt eine kontinuierliche Anpassung und Erweiterung, was sich auch im weltweiten Wachstum des eCommerce widerspiegelt. Wie Statista berichtet, sind die Bestellungen über digitale Kanäle und mobile Geräte stetig angestiegen. Der eCommerce-Markt, der physische Güter über digitale Schnittstellen verkauft, zeigte in den letzten Jahren signifikante Wachstumsraten und wird weiterhin als ein Haupttreiber der wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet.

Insgesamt zeigt das Troisdorfer Verteilzentrum von Amazon, wie moderne Logistik und Technologie Hand in Hand gehen, um den Herausforderungen des Marktes gerecht zu werden – vor allem in Zeiten der gewachsenen Nachfrage nach Online-Bestellungen.

Für weitere Informationen zu den Abläufen und technischen Innovationen im Amazon Verteilzentrum in Troisdorf, besuchen Sie Kölner Stadt-Anzeiger oder Troisdorf City. Für Marktanalysen im Bereich eCommerce klicken Sie auf Statista.