Mit großen Erwartungen geht Alexander Zverev in die Australian Open 2025, die am Sonntag beginnen. Der 27 Jahre alte Hamburger, der bereits zahlreiche Turniere gewonnen hat, strebt nun seinen ersten Grand-Slam-Titel an. Zverev hat sich von einer Bizeps-Zerrung, die er sich Ende Dezember zuzog, erholt und ist bereit für den ersten Auftritt gegen den französischen Außenseiter Lucas Pouille. Die Losung des Turniers zeigt einen günstigen Weg für Zverev, der hinter Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als einer der Favoriten gilt.
Boris Becker, ehemaliger Tennisprofi und heute Experte, sieht in Zverev das Potenzial, ein Nachfolger der großen drei Tennisstars zu werden. Dabei hebt er hervor, dass es nicht nur die spielerische Qualität ist, die den Erfolg bei Grand Slam-Turnieren bestimmt, sondern vor allem die mentale Einstellung. Becker betont, dass die mentale Stärke entscheidend ist, insbesondere in der zweiten Turnierwoche der Grand Slams, die häufig über den Gesamterfolg entscheidet. Zverev wird oft als „der Unvollendete“ bezeichnet, was sich in seinen knappen Niederlagen bei früheren Grand-Slam-Turnieren widerspiegelt.
Mentale Herausforderungen und die Rolle des Teams
Zverev hat in seiner Karriere bereits mehrere knappe Entscheidungen erlebt, sowohl 2020 gegen Dominic Thiem bei den US Open als auch 2023 gegen Carlos Alcaraz bei den French Open. Becker sieht bei Zverevs Team, das aus seinem Vater Alexander und Bruder Mischa besteht, kaum Fehler. “99 Prozent” würden richtig gemacht, jedoch sei es das letzte Prozent, das entscheidend sei und die Verantwortung liege letztlich beim Spieler selbst.
Becker äußert Bedenken dahingehend, dass Zverev in entscheidenden Momenten zu passiv agiert. Er fordert Zverev auf, in den ersten Runden schnell zu gewinnen, um in der zweiten Woche des Wettbewerbs nicht unnötig Energie zu verlieren. Eine solche Passivität könnte hinderlich für Zverevs Traum vom Grand-Slam-Titel sein, den er mit einer soliden mentalen Vorbereitung und Fokussierung möglicherweise realisieren kann.
Mentale Stärke als Schlüssel zum Erfolg
Die Bedeutung von mentaler Stärke im Sport stellt sich immer wieder als entscheidend heraus. Laut Sportpsychologen sollten Athleten eine Kombination aus Technik, Taktik und mentaler Stärke entwickeln. Hierbei hilft das Erlernen von Konzentrationsstrategien wie Meditation, Atemübungen und Selbstgesprächen. Rafael Nadal und Novak Djokovic sind Beispiele für Spieler, die durch Rituale und Visualisierungen ihre Leistungsfähigkeit steigern konnten. Zverev, der in der Vergangenheit mit Verletzungen zu kämpfen hatte, muss sportpsychologisch gelernt haben, mit diesen Herausforderungen umzugehen, um seine Rückkehr erfolgreich zu gestalten.
Die kommende Australian Open werden zeigen, ob Zverev seine Fähigkeiten und die Ratschläge von Boris Becker umsetzen kann, um sich endgültig auf die große Bühne des Tennis zu begeben. Ein potenzieller Aufeinandertreffen mit Djokovic oder Alcaraz im Halbfinale könnte für ihn eine entscheidende Herausforderung darstellen, die sowohl seine spielerischen als auch seine mentalen Fähigkeiten auf die Probe stellen wird.
Die Tenniswelt schaut gespannt auf Zverev und seine Reise durch das Turnier, in der Hoffnung, dass es ihm gelingt, seine Ambitionen in die Realität umzusetzen.
ln-online.de berichtet, dass …
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