Sport

Sportminister wollen härter gegen Fanrandale vorgehen

Kampf gegen Gewalt und Pyrotechnik: Wie wollen die Verbände reagieren?

Die Sportminister der Länder planen, nach der Fußball-Europameisterschaft, Maßnahmen gegen Fanrandale und den Einsatz verbotener Pyrotechnik in Stadien zu diskutieren. Bayrischer Innenminister Joachim Hermann betont die Notwendigkeit weiterer Schritte, da bestehende Präventionsansätze unzureichend seien. Er schlägt vor, dass DFB und DFL bei Vorfällen mit Pyrotechnik Spielabbrüche oder Ausschlüsse von Fans in Betracht ziehen sollen. Auch bauliche Maßnahmen in Stadien werden als Beitrag zur Sicherheit erwähnt.

Ein Schlüsselpunkt bei der Diskussion sind die Verletzungen von Ordnungskräften bei der Auseinandersetzung zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96. Politiker wie Sachsens Innenminister Armin Schuster und Hamburgs Sportsenator Andy Grote demonstrieren besorgniserregende Anzeichen zunehmender Gewalt, die nicht tolerierbar sind. Profifußball bezogen auf den massiven Polizeieinsatz wird als problematisch und nicht akzeptabel dargestellt.

DFB und DFL verurteilen Gewalt bei Fußballspielen und betonen die Sicherheit im Stadion, indem sie auf Zahlen verweisen, die zeigen, dass die Verletzungsrate im Verhältnis zur Gesamtzahl der Stadionbesucher sehr niedrig ist. Eine neu eingerichtete AG Stadionsicherheit hat das Ziel, die Sicherheitsstandards weiter zu verbessern. Die Verbände zeigen Bereitschaft, sich gemeinsam mit Vereinsvertretern mit Gewalt und Sicherheit auseinanderzusetzen.

Antisemitismus im Sport wird ebenfalls diskutiert, da die Sportminister gegen diese Form von Diskriminierung vorgehen wollen. Dieser Beschluss soll das Bewusstsein für die Auswirkungen von Antisemitismus im Sport stärken und Projekte zur Prävention ausbauen. Der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland spricht von der dringenden Notwendigkeit, gegen antisemitische Vorfälle vorzugehen, vor allem angesichts aktueller internationaler Konflikte, die Auswirkungen im Inland zeigen.

Lebt in München und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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