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Handball Champions League: Magdeburg siegt nach Fehlentscheidung und Siebenmeterkrimi

Magdeburgs packende Siege und die Ungewissheit des Final Four

Mit Glück, Geschick und einem starken Torwart hat der Titelverteidiger SC Magdeburg das Final Four der Champions League in Köln erreicht. Im Rückspiel besiegten die Elbestädter den polnischen Handball-Meister Kielce mit 23:22 (11:13), glichen den Hinspielrückstand aus und gewannen das anschließende Siebenmeterwerfen mit 4:3.

Das Spiel war bereits zum Ende der regulären Spielzeit turbulent. Kielce bekam drei Sekunden vor Schluss einen Freiwurf zugesprochen, obwohl sie frei am Kreis auftauchten. Trotz dem Protest der Spieler und des Trainers Talant Duschebajew ließen sich die Schiedsrichter nicht umstimmen. Am Ende setzte sich Magdeburg durch, mit dem Isländer Omar Ingi Magnusson als besten Torschützen.

Magdeburg hatte Anfangsschwierigkeiten und kämpfte sich gegen die 5:1-Abwehr der Gäste zurück. Coach Bennet Wiegert forderte im Angriff mehr Ruhe und Kontrolle. Magnusson drehte das Spiel nach der Halbzeit mit vier aufeinanderfolgenden Toren. Sergey Hernandez hielt entscheidende Bälle, was Magdeburg in Führung brachte, trotz der starken polnischen Abwehr.

In der Schlussminute versäumte Magdeburg ein Tor zu erzielen, wodurch das Spiel ins Siebenmeterwerfen ging. Hernandez parierte zwei Würfe, darunter den entscheidenden des Gegners, und sicherte Magdeburg den Einzug ins Final Four. Neben Magdeburg haben sich bereits Aalborg HB qualifiziert, während THW Kiel und FC Barcelona noch um ihren Platz kämpfen müssen.

Martin Fischer

Lebt in München und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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