Der Megalodon, einst als riesige Variante des Weißen Hais angesehen, zeigt sich laut aktuellen Forschungsergebnissen in einem völlig neuen Licht. Dies wird von Welt berichtet. Neueste Studien legen nahe, dass der Megalodon (Fachname: Otodus megalodon) in seinem Aussehen eher einem Zitronenhai ähnelte als einem Weißen Hai. Diese Erkenntnisse basieren auf dem Vergleich von Fossilien und der Morphologie der verschiedenen Haiarten.

Der Megalodon lebte vor etwa 15 bis 3,6 Millionen Jahren und war ein nahezu weltweit verbreiteter Meeresbewohner. Geschätzte Längen über 24 Meter machen ihn zu einem der größten Raubtiere seiner Zeit, und mit einem geschätzten Gewicht von etwa 94 Tonnen war er ein eindrucksvoller Anblick in den Umehrn. Seine Körperform war zylindrisch und speziell auf energieeffizientes Reisen ausgelegt. Interessanterweise könnten sogar neugeborene Megalodons bereits eine Länge von etwa 3,5 bis 4 Metern erreicht haben.

Fossile Erkenntnisse

Trotz seiner riesigen Statur wurden bisher nur einzelne Zähne und Wirbel dieses Giganten entdeckt. Vollständige Skelette sind nicht erhalten geblieben, und Wissenschaftler müssen sich auf Hypothesen stützen, um die Anatomie des Megalodons zu rekonstruieren. Die Schätzungen basieren auf einer fast vollständigen Wirbelsäule heute als Referenz für den Vergleich mit 165 verschiedenen Haiarten. Forscher vermuten, dass Megalodon-Junge möglicherweise sogar Meeressäuger jagten.

Die Erkenntnisse über den Megalodon sind nicht isoliert, sondern reißen einen fruchtbaren Kontext innerhalb der Haievolution auf. Die ersten Haie traten bereits im Ordovizium auf, vor ungefähr 420 Millionen Jahren, wie Greelane schildert. Die Fossilien von Haien sind aufgrund der Zersetzung von Knorpelskeletten relativ selten, weshalb viele Informationen über prähistorische Haie vor allem über ihre Zähne bekannt sind.

Die Evolution der Haie

Im Laufe der Zeit haben sich Haie durch verschiedene Phasen der Evolution hindurch entwickelt und passen sich ständig ihrer Umwelt an. Im Mesozoikum blieben sie vergleichsweise unauffällig und konkurrierten mit großen Meeresreptilien wie den Ichthyosauriern. Es gab allerdings auch dominante Gattungen wie den zähen Hybodus, der sich gut an seine Umgebung anpassen konnte.

Interessanterweise erlebten Haie nach dem Aussterben der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren eine erneute Evolutionsphase, die zu erstklassigen Raubtieren wie dem Megalodon führte. Es war ein Spitzenprädator, der sich vor allem von Walen, Delfinen und anderen großen Tieren ernährte. Das Verschwinden des Megalodons vor etwa zwei Millionen Jahren könnte durch klimatische Veränderungen und den Rückgang seiner Beute bedingt gewesen sein.

Insgesamt zeigt die Erforschung des Megalodons nicht nur die Einzigartigkeit dieses prähistorischen Raubtiers, sondern spiegelt auch die 400 Millionen Jahre lange Geschichte der Haie wider, die anpassungsfähig und robust ihre Lebensweise in den vielfältigen Meeren der Erde etabliert haben.