Im Kultur-Badehaus in Burscheid wird ab heute die neue Kunstausstellung „Sperare“ präsentiert, die von der Künstlerin Ellen Loh-Bachmann kuratiert wurde. Diese Ausstellung thematisiert zentrale Herausforderungen unserer Zeit, darunter Krieg und Klimawandel, und bietet gleichzeitig einen Hauch von Hoffnung. Loh-Bachmann, die zwei Jahrzehnte in Peru und Mexiko verbracht hat, zeigt Werke, die von ihren Reisen in viele Länder inspiriert sind. Die Ausstellung wird bis zum Sonntag, 6. April 2025, zu sehen sein.

Die Eröffnung der Ausstellung fand am 20. März um 19.30 Uhr statt, begleitet von einer Einführung durch Wolfgang Schumacher und musikalischen Darbietungen von Engelbert Wrobel und Rolf Marx. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, wie Natur und Mensch in einer Welt ohne Gewalt coexistieren könnten. Die Werke reflektieren dabei die Zerrissenheit und den Hurt, den die Menschen angesichts der globalen Krisen verspüren.

Vielfältige Inspirationen und Themen

In den kreativen Arbeiten von Loh-Bachmann sind zerstörte Städte und Landschaften zu sehen, die die Schrecken des Krieges und die Folgen des Klimawandels veranschaulichen. Der Zyklus „Fenster zur Welt“ thematisiert unter anderem die Kämpfe iranischer Frauen sowie die Situation in Afghanistan und dem Gaza-Streifen. Humor findet sich in vielen ihrer Werke, wie zum Beispiel in Skulpturen und einfallsreichen Objekten, während die Installation „Die Drei aus Jerusalem“ Symbole der drei Weltreligionen zeigt. Besonders auffällig sind auch Werke wie der „Euroburger“, ein opulent belegter Burger in Öl, der den europäischen Wohlstand kritisch hinterfragt.

Wie bergisch-live.de erläutert, verstärken sich die negativen Effekte von Kriegen und dem Klimawandel gegenseitig. Loh-Bachmann nutzt Kunst, um Zerstörern den Spiegel vorzuhalten und um Veränderungen anzuregen. In ihren Arbeiten wird eine Reise durch die Themen Blau und Grün, Leid und Hoffnung, Zerstörung und Erneuerung sichtbar.

Kunst als Werkzeug für Klimabewusstsein

Ebenfalls thematisiert die Ausstellung den Einfluss von Kunst auf das Bewusstsein für den Klimawandel. Laut greenkama.org hat Kunst die Macht, komplexe Themen durch visuelle Darstellungen greifbar zu machen. Sie weckt Emotionen und angeregt gesellschaftliche Diskussionen über die Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Projekte illustrieren eindringlich die Folgen extremer Wetterereignisse und sensibilisieren die Öffentlichkeit für den eigenen ökologischen Fußabdruck.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung „Sperare“ sind donnerstags und freitags von 18 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Am Sonntag, den 6. April, findet die Finissage um 16 Uhr statt. Die Ausstellung bietet nicht nur eine Plattform für künstlerischen Ausdruck, sondern ist auch ein Ort der Reflexion über die dringenden Themen und Herausforderungen, die unsere Welt geprägt haben.