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Reisen

Bundesministerin Baerbock im zweiten Anlauf erfolgreich in Australien gelandet

Annalena Baerbock: Einblick in ihre Reise durch den Indopazifik und dessen Bedeutung

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat es im zweiten Anlauf geschafft, bis ans andere Ende der Welt zu reisen. Ursprünglich plante sie im August des vergangenen Jahres eine Reise nach Australien, Neuseeland und Fidschi, wurde jedoch durch Pannen am Regierungsflugzeug aufgehalten. Nachdem die Maschine aufgrund technischer Probleme nicht weiter als Abu Dhabi fliegen konnte, musste Baerbock ihre Reise abbrechen und mit Linienflügen zurückkehren.

Nun, mit gut acht Monaten Verspätung, landete die Ministerin sicher in Adelaide, Südaustralien, nach knapp 19 Stunden Flugzeit. Diesmal reiste Baerbock sicherheitshalber mit der „Air Force One“ der Bundeswehr, dem modernsten VIP-Transportmittel, um mögliche Zwischenfälle zu vermeiden. Es handelt sich um eine bedeutende Reise, da Baerbock Neuland betritt, insbesondere in Fidschi, einer Region mit über 300 Inseln im Südpazifik, die bisher von keinem ihrer Vorgänger besucht wurde.

Die Reise dient auch einem politischen Zweck, da die Indopazifik-Region aufgrund ihrer strategischen Bedeutung im Fokus steht. Baerbock möchte die Zusammenarbeit mit demokratischen „Wertepartnern“ wie Australien und Neuseeland stärken, um dem aggressiven Auftreten Chinas in der Region entgegenzuwirken. Durch den wachsenden Einfluss und Drohungen Chinas gegenüber Taiwan sowie verschiedenen südostasiatischen Ländern ist die Stärkung des demokratischen Zusammenhalts in der Region von großer Bedeutung.

In Australien wird Baerbock politische Gespräche führen und die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich stärken, darunter auch den Besuch der Osborne-Werft, wo deutsche Unternehmen Patrouillenboote für die australische Marine bauen. Zudem ist eine Zeremonie zur Rückgabe von Kulturgütern geplant. In Neuseeland stehen Themen wie Klimawandel, wirtschaftliche Zusammenarbeit und das Freihandelsabkommen mit der EU im Mittelpunkt. Die Reise endet in Fidschi, wo Baerbock sich die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort anschauen wird, da das Land stark vom steigenden Meeresspiegel betroffen ist.

Eva Schmidt

Lebt in Niendorf und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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