Politik

Verkehrsminister gegen THC 0,0-Grenzwert im Straßenverkehr – Experten-Kommission legt Wert fest

Der Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) seine Ablehnung eines 0,0-Grenzwerts für THC im Straßenverkehr bei einer möglichen Cannabis-Legalisierung zum Ausdruck gebracht. Wissing betonte, dass ein solcher Grenzwert ein Konsumverbot über das Verkehrsrecht darstellen würde, was er nicht befürworte. Er wies darauf hin, dass die Wirkung von THC im Körper verschwinden kann, obwohl der THC-Gehalt noch messbar ist, was bei Alkohol nicht der Fall ist.

Die Experten-Kommission des Verkehrsministeriums wird im Frühjahr einen THC-Grenzwert festlegen, wobei Wissing die Wahrscheinlichkeit eines 0,0-Grenzwerts als gering einschätzt. Er betonte, dass für ihn die Verkehrssicherheit an erster Stelle stehe und man nur dann Auto fahren sollte, wenn man dazu in der Lage ist und nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln steht.

In Bezug auf mögliche lokale Auswirkungen könnte eine Cannabis-Legalisierung mit bestimmten THC-Grenzwerten Einfluss auf die Straßenverkehrssicherheit in Städten und Gemeinden haben. Durch festgelegte Grenzwerte könnten Polizeikontrollen und -maßnahmen angepasst werden, um sicherzustellen, dass Fahrer nicht unter dem Einfluss von Cannabis am Steuer sind.

Historisch gesehen hat sich die Debatte um THC-Grenzwerte und die Auswirkungen von Drogenkonsum auf die Verkehrssicherheit in den letzten Jahren verstärkt. Verschiedene Länder haben unterschiedliche Ansätze zur Regulierung von Cannabis und anderen psychoaktiven Substanzen im Straßenverkehr verfolgt.

In der folgenden Tabelle sind beispielhafte THC-Grenzwerte in verschiedenen Ländern aufgeführt:

| Land | THC-Grenzwert |
|---------------|---------------|
| Deutschland | 1 ng/ml |
| Kanada | 2 ng/ml |
| USA (einige Bundesstaaten) | 5 ng/ml |

Die Diskussion über THC-Grenzwerte im Straßenverkehr ist komplex und erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen individuellen Freiheiten und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Es bleibt abzuwarten, wie die Experten-Kommission des Verkehrsministeriums den THC-Grenzwert letztendlich festlegt und welche Auswirkungen dies auf den Straßenverkehr haben wird.



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

Martin Schneider

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