Am 8. März 2025 sind diplomatische Vertreter der Ukraine und des Vereinigten Königreichs in Kiew zu einem wichtigen Treffen zusammengekommen. Ukrainian Präsident Wolodymyr Selenskyj twitterte über diesen Austausch, der am Samstagnachmittag stattfand. Die Besprechung diente der Erörterung gemeinsamer Schritte zur Friedensförderung und zur Beschleunigung der diplomatischen Bemühungen in der Region. Sie findet im Kontext eines anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine statt, der international immer noch hohe Wellen schlägt.

Selenskyj betonte die Entschlossenheit der Ukraine zu einem konstruktiven Dialog, der bereits nächste Woche in Saudi-Arabien mit US-Vertretern fortgesetzt werden soll. Der ukrainische Präsident äußerte Hoffnungen auf eine Einigung über notwendige Entscheidungen und Schritte, und verwies darauf, dass die Ukraine seit Beginn des Krieges konstant nach Frieden strebt und realistische Vorschläge unterbreitet hat. Zudem plant Selenskyj einen Besuch in Saudi-Arabien, um den Kronprinzen des Landes zu treffen.

Finanzielle Unterstützung aus Großbritannien

Im Zuge des Treffens gab das Vereinigte Königreich bekannt, dass es eine erste Tranche eines nicht rückzahlbaren Darlehens in Höhe von 2,26 Milliarden Pfund freigibt. Diese Mittel stammen aus eingefrorenen russischen Finanzanlagen und sind ausschließlich für den Kauf von Verteidigungsgütern gedacht. Dieser Schritt unterstreicht die fortdauernde Unterstützung des Westens für die Ukraine, die sich in einer komplexen diplomatischen Lage befindet.

Die Kriegssituation hat die diplomatischen Aktivitäten stark beeinflusst. In den vergangenen Jahren waren direkte Verhandlungen über einen Waffenstillstand nach wenigen Monaten gescheitert. Während Russland und die Ukraine versuchen, durch diplomatische Initiativen den internationalen Kontext des Krieges zu beeinflussen, verfolgt Russland eine aggressive Kriegsdiplomatie, die darauf abzielt, den „kollektiven Westen“ global zu schwächen und die Unterstützung für die Ukraine zu verringern.

Ein Blick auf die diplomatischen Bemühungen

Im Laufe des Konflikts hat die Ukraine versucht, Russland international zu isolieren. Der Krieg selbst, der seit Februar 2022 andauert, hat mehrere Phasen durchlaufen, die die diplomatischen Aktivitäten beeinflussten. Nach der ersten ukrainischen Gegenoffensive im Herbst 2022 konnte die Ukraine bedeutende Gebiete zurückgewinnen, jedoch führte Russlands Annexion der teilweise besetzten Gebiete in September 2022 zu einem Stillstand der Friedensverhandlungen.

Die Ukraine unter Selenskyj hatte nach einem vorangegangenen Angebot weitreichender Koncessionen im Jahr 2022 entschieden, alle weiteren Verhandlungen mit Putin auszusetzen. Im November 2022 begann eine Phase des Stellungskriegs, die sich bis Mai 2023 hinzog. Mit dem Beginn der zweiten ukrainischen Gegenoffensive im Juni 2023 gab es erneut Hoffnung auf Fortschritte, doch Russland reagierte mit Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur.

Die internationalen Bemühungen um Vermittlung, unter anderem durch die Türkei und China, sind bislang ohne nennenswerte Erfolge geblieben. Die Ukraine hat inzwischen eine „Friedensformel“ vorgestellt, die Bedingungen wie den vollständigen Rückzug russischer Truppen und die Rückkehr deportierter Personen umfasst.

Die Komplexität der Situation erfordert eine militärische Stärkung der Ukraine, um die Verhandlungsposition im Vertrag zu verbessern. Die westlichen Regierungen stehen vor der Herausforderung, die Vorstellungen von Sicherheitsgarantien und einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine zu unterstützen.

Abschließend bleibt zu bemerken, dass die geopolitischen Spannungen und der Konflikt einen erheblichen Einfluss auf die internationale Politik und die Stabilität in der Region haben. Der Weg zu einer friedlichen Lösung bleibt herausfordernd, da sowohl Russland als auch die Ukraine die Bedingungen ihrer Verhandlungen fest im Blick behalten müssen.

Weitere Informationen sind unter unser-mitteleuropa.com sowie swp-berlin.org zu finden.