In den USA kämpfen Fluggesellschaften im ersten Quartal 2023 mit erheblichen Herausforderungen, die eindrucksvoll die Auswirkungen von Donald Trumps Wirtschaftspolitik widerspiegeln. Laut Focus haben bekannte Airlines wie Delta, United, American und Southwest ihre finanziellen Prognosen aufgrund einer rückläufigen Nachfrage im Inlandsmarkt nach unten korrigiert. Besonders alarmierend ist der Rückgang der Dienstreisen von Staatsangestellten, der bei United Airlines einen Einbruch der Buchungen um 50 Prozent nach sich zog.

Die Sorgen der Airline-Manager sind vielfältig. American-Airlines-Chef Robert Isom hat die wirtschaftliche Unsicherheit als ein zentrales Problem identifiziert. Delta-CEO Ed Bastian weist zudem auf zusätzliche Belastungen durch Flugzeugunglücke und extremen Wetterbedingungen hin. Auch Waldbrände in Kalifornien haben die Lage für Southwest Airlines belastet, was die Unsicherheit auf dem ohnehin fragilen Markt verstärkt.

Wirtschaftliche Unsicherheiten und deren Folgen

Diese Schwierigkeiten sind Teil eines größeren wirtschaftlichen Kontexts, der auch durch die volatile Zollpolitik von Donald Trump geprägt ist. Trumps Maßnahmen, darunter die Einführung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte, haben zu Verwirrung auf den Märkten geführt. Wie ZDF berichtet, erleben die US-Börsen einen Ausverkauf, der auf die Ängste vor einem drohenden wirtschaftlichen Abwärtstrend zurückzuführen ist. Der Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar betont, dass selbst Schritte hin zu einem Frieden in der Ukraine die Märkte nicht beruhigen könnten.

Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft wird zusätzlich durch schwache Daten und einen Rückgang der Verbraucherstimmung verstärkt. Martin Lück von Macro Monkey warnt vor einem Vertrauensverlust unter Verbrauchern und in der Wirtschaft, während die Inflation weiterhin ein drängendes Problem darstellt, das durch Trumps Zollpolitik angeheizt wird.

Folgen für die Airlines

Trotz der Schwierigkeiten im Inlandsverkehr gibt es jedoch Bereiche, die weiterhin stark nachgefragt werden. Internationale Flüge, Langstreckenflüge und Premium-Reisen erfreuen sich einer stabilen Nachfrage. Fallende Treibstoffpreise bieten den Airlines zudem einen kleinen Lichtblick. American Airlines hat bereits damit begonnen, seine Kapazitäten im Raum Washington zu reduzieren, während United Airlines eine Kürzung des Nachtflugangebots und die vorzeitige Außerdienststellung von 21 Flugzeugen angekündigt hat, um Wartungskosten zu sparen.

Ein Ausblick auf die politische Lage zeigt, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der USA stark von der zukünftigen Politik Trumps abhängen werden. Ein weiteres Steigen der Zölle, die als zentrales Instrument seiner Wirtschaftspolitik gelten, könnte zu einer weiteren Verunsicherung führen und Investitionen stark beeinträchtigen. Wie Tagesschau hervorhebt, hängen viele Aspekte der US-Wirtschaft in dieser Zeit von den erratischen Entscheidungen des Präsidenten ab.