US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass er die bestehenden Waffenregelungen in den Vereinigten Staaten überprüfen möchte. In einer Anweisung an Justizministerin Pam Bondi forderte er sie auf, innerhalb von 30 Tagen alle Maßnahmen zu prüfen, die seit Januar 2021 ergriffen wurden und das Recht auf Waffenbesitz einschränken. Laut Merkur liegt der Fokus dabei auf Regulierungen und der Kategorisierung von Waffen.

Trump betont, dass das Recht auf Waffenbesitz fundamental für die Wahrung aller anderen Rechte der Amerikaner sei. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Schusswaffengewalt in den USA weit verbreitet ist. Täglich zeigen folgenschwere Angriffe die Dringlichkeit der Situation, auch wenn konkrete Fortschritte in der Gesetzgebung bisher ausblieben. Widerstand von Republikanern und mächtigen Waffenlobbyisten, insbesondere der National Rifle Association (NRA), erschwert Reformen erheblich.

Die Waffengewalt in den USA

Die Situation in den USA ist alarmierend: Mehr als 40 Prozent der Amerikaner besitzen mindestens eine Schusswaffe, und es gibt mehr Waffen in Privatbesitz als Einwohner im Land. Jährlich sterben rund 50.000 Menschen durch Schusswaffen, wobei Schusswaffenverletzungen 2022 die häufigste Todesursache für Kinder und Jugendliche waren, wie das CDC feststellt. Historische Erzählungen unterstreichen den Waffenbesitz als Teil der Siedlungsgeschichte und den Kampf gegen britische Kolonialmacht, was durch den Zweiten Verfassungszusatz von 1791 geschützt wird. Diese Bestimmung besagt: „A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed,“ so Deutschlandfunk.

Obwohl Historiker darauf hinweisen, dass der Zweite Verfassungszusatz vor allem ein kollektives Recht auf Waffenbesitz innerhalb von Milizen betont, hat der Supreme Court in einer Entscheidung von 2008 das individuelle Recht auf Waffenbesitz weitreichend anerkannt. Der Einfluss der NRA, die über fünf Millionen Mitglieder verzeichnet und finanziell von der Waffenindustrie unterstützt wird, hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Historiker äußern die Hoffnung auf eine mögliche Phase der Waffenregulierung in den USA, was letztlich von den kommenden Wahlen abhängt.

Regulierungsansätze und Aktionsgruppen

Inmitten dieser kontroversen Debatte gibt es zahlreiche Organisationen, die sich für eine Waffenkontrolle engagieren. Gruppierungen wie **March for our Lives**, **Giffords** und **Moms Demand Action** setzen sich für Veränderungen ein. Diese Organisationen haben Aktivitäten ins Leben gerufen, um auf die Notwendigkeit von Reformen aufmerksam zu machen, besonders nach tragischen Ereignissen wie dem Amoklauf in Parkland, Florida, und dem Sandy Hook Massaker.

Auf der anderen Seite stehen Lobby-Organisationen wie die NRA und **Gun Owners of America**, die sich vehement gegen Waffengesetzesänderungen aussprechen. Die Diskussion über die Schusswaffengewalt in den USA bleibt ein brisantes Thema, das das gesellschaftliche Klima nachhaltig prägt. Laut Atlantische Akademie sind aktuelle Entwicklungen und zahlreiche Ressourcen zu diesem Thema in Form von Literatur, Podcasts und Statistiken verfügbar, die die Komplexität und Tragweite der Problematik verdeutlichen.

Der anhaltende Konflikt zwischen dem Recht auf Waffenbesitz und der Notwendigkeit von Regulierung könnte für die zukünftige Politik und gesellschaftliche Entwicklungen in den USA von großer Bedeutung sein.