Im September 2023 hat der Stadtrat eine Fußgänger- und Radfahrerüberquerungshilfe im Zuge der Sanierung der L556 zwischen Hagenbach und Neuburg gefordert. Dies geschah in der Hoffnung, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Allerdings lehnte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den Bau der Überquerungshilfe aus eigenen Mitteln ab. Stattdessen wurde eruiert, dass eine solche Maßnahme zusammen mit den Radwegeanbindungen nach dem Bundeszuschussprogramm „Stadt und Land“ förderfähig wäre, sofern die Stadt als Bauherr auftritt, wie rheinpfalz.de berichtet.

Die möglichen Zuschüsse würden 90 Prozent der Baukosten abdecken, wovon die Stadt nur 10 Prozent selbst tragen müsste. Die geschätzten Gesamtkosten für die Überquerungshilfe betragen 150.000 Euro, einschließlich der erforderlichen Zuwegung zum bestehenden Radweg. Für den Ausbau der bereits vorhandenen Radwege entlang der Schwarzwaldstraße und Rheinstraße wird mit weiteren 220.000 Euro an Baukosten gerechnet. Bei der Förderung durch den Bund würden nur 37.000 Euro von den Gesamtkosten bei der Stadt verbleiben.

Ein einstimmiger Beschluss

Der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss hat einstimmig die Herstellung der Überquerungshilfe sowie die Verbesserung der bestehenden Radwege empfohlen. Der Stadtrat hat sich diesem einstimmigen Beschluss angeschlossen. Geplant ist, die Überquerungshilfe auf der L566 in Höhe des Freizeitgebiets an der Grillhütte zu errichten. Zudem wird der Rad- und Gehweg entlang der Schwarzwaldstraße und Rheinstraße mit einem neuen Asphaltbelag ausgestattet.

Die notwendigen Haushaltsmittel für dieses Projekt werden im Nachtragshaushalt bereitgestellt. Des Weiteren wird eine Einzelkreditgenehmigung bei der Kommunalaufsicht beantragt, um die Fördermöglichkeiten zu nutzen. Solche Maßnahmen sind nicht nur sicherheitsrelevant, sondern gehören auch zum Fokus aktiver Mobilitätsformen, wie sie im Rahmen der Mobilitätswende an Bedeutung gewinnen, wie das Difu unterstreicht.

Die Bedeutung sicherer Fußgängerüberwege

Das Thema Sicherheit im Fuß- und Radverkehr steht auch im Kontext eines Programms des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, das sechs Kommunen dabei unterstützt, sichere Fußgängerüberwege einzurichten. Dieses Programm hat als Ziel, Bürger:innen, Politik und Verwaltung in den Prozess einzubeziehen und zusammen Konzepte zur sinnvollen Umsetzung von Zebrastreifen zu entwickeln, wie baden-wuerttemberg.de schildert.

Diese Initiativen stellen nicht nur einen Fortschritt in der Sicherheit dar, sondern sind auch Ausdruck einer wachsenden Aufmerksamkeit für die Belange der Radfahrer und Fußgänger in der Verkehrsplanung. Der Austausch von Best Practices aus verschiedenen Städten ist unerlässlich, um Hemmnisse zu identifizieren und eine nachhaltige Radverkehrspolitik zu fördern.