Die Verkehrssituation rund um die Grundschule Bad Münder hat in den letzten Monaten zunehmend Aufmerksamkeit erregt. Im Sommer 2023 machte die Schule auf gefährliche Gegebenheiten aufmerksam, die die Sicherheit der Schüler gefährden. Im Rahmen einer Ratssitzung brachten Schüler Transparente mit der Aufschrift „Unsere Sicherheit ist Eure Aufgabe!“ mit, um ihre Anliegen zu verdeutlichen. Ratsmitglied André Hillebrand berichtete von mehreren kritischen Vorfällen und forderte dringend Sofortmaßnahmen sowie einen umfassenden Maßnahmenkatalog. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und legte den Grundstein für die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts.
Am 5. Februar 2024 wird das ausgearbeitete Konzept im Ortsrat zur weiteren Diskussion stehen. Politik und Verwaltung haben beschlossen, 25.000 Euro für die Verbesserung der Verkehrssituation bereit zu stellen. Erste Maßnahmen wurden bereits in Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei getroffen. Geplant sind Veränderungen in den Straßen Laurentiusweg, Wallstraße und Süntelstraße, um den Verkehr besser zu lenken.
Geplante Maßnahmen zur Verkehrssicherheit
<pDas Konzept umfasst 15 wesentliche Punkte, die auf eine Erhöhung der Sicherheit der Schüler abzielen. Dazu gehören:
- Umwandlung von Parkplätzen am Laurentiusweg in Schulparkplätze.
- Bauliche Veränderungen, wie die Installation von Pollern zur Verhinderung unerlaubter Durchfahrten.
- Ein zentraler Elterntaxiparkplatz an der Sporthalle.
- Maßnahmen zur Einschränkung des Durchgangsverkehrs an der unteren Wallstraße.
- Aufbringen von Fahrbahnschwellern zur Geschwindigkeitsreduzierung.
- Installation einer dauerhaften Geschwindigkeitsmessanlage.
- Vorbereitung von Tempo-30-Markierungen.
Diese Maßnahmen stoßen auf positive Resonanz aus der Politik sowie von Elternvertretern. Rektor Christoph Schieb lobte die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Schulelternrat hatte darüber hinaus einen Antrag zur Verkehrssituation eingereicht, um die Anliegen von Eltern, Kindern und Lehrkräften zu bündeln. Der Antrag wurde von der Stadtratsfraktion „Bad Münder kann mehr“ unterstützt und einstimmig angenommen. Dies zeigt, dass die Politik den Wünschen der Schulgemeinschaft Gehör schenkt.
Sicherheitsbewusstsein und Mobilitätsbildung
Im Kontext der Verkehrssicherheitsarbeit spielt auch die Mobilitätsbildung eine entscheidende Rolle. Jährlich ereignen sich deutschlandweit über 90.000 Unfälle auf dem Weg zu Bildungseinrichtungen, wovon etwa 50.000 im Straßenverkehr passieren. Die Förderung von Kompetenzen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist daher unerlässlich. Wichtige Aspekte sind das Wissen um Risiken wie „fehlende Sichtbarkeit“ und den „toten Winkel“. Diese Themen sollten im Rahmen der Verkehrserziehung an Schulen behandelt werden, um Kindern und Jugendlichen zu helfen, ein kritisches Bewusstsein für Mobilität zu entwickeln.
Insgesamt zeigt sich, dass die Maßnahmen in Bad Münder nicht nur notwendig, sondern auch gut durchdacht sind. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Politik ist entscheidend für die Schaffung eines sicheren Schulumfelds. Weitere Beratungen und die bevorstehenden Entscheidungen im Ortsrat werden zeigen, wie schnell und effektiv diese Pläne umgesetzt werden können.