Politik

Republikanerin Marjorie Taylor Greene plant Misstrauensvotum gegen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses

Putsch in den USA: Marjorie Taylor Greene will Republikanischen Parteikollegen stürzen

Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene plant, den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, ihren Parteikollegen Mike Johnson, zu stürzen. Greenes Absicht, ein Misstrauensvotum gegen Johnson einzuleiten, wurde während einer Pressekonferenz in Washington bekannt gegeben. Sie kritisierte Johnson scharf für seine Unterstützung von Kriegsfinanzierungen in Washington und warf ihm Verrat vor. Johnson hingegen bezeichnete Greenes Ankündigung als fehlgeleitet und unangebracht für die Partei, die Institution und das Land.

Gemäß den parlamentarischen Regeln des Repräsentantenhauses kann ein einzelner Abgeordneter eine Abstimmung zur Ablösung des Vorsitzenden veranlassen. Obwohl eine Entmachtung Johnsons als unwahrscheinlich gilt, da dem Republikaner möglicherweise Stimmen von Demokraten zugutekommen, spiegelt der Konflikt innerhalb der Republikanischen Partei die Uneinigkeit über finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland wider. Insbesondere der rechtsorientierte Flügel, darunter viele Trump-Anhänger, fordert ein Ende dieser Hilfen.

Vor einigen Monaten wurde Johnsons Vorgänger im Amt des Vorsitzenden, Kevin McCarthy, aufgrund ähnlicher Gründe von den Hardlinern in den eigenen Reihen gestürzt. Dies verdeutlicht die interne Auseinandersetzung innerhalb der Republikaner, die sich voraussichtlich erneut um die Nominierung von Donald Trump als Präsidentschaftskandidat für die Wahl am 5. November drehen wird. Der Konflikt zwischen den verschiedenen Fraktionen innerhalb der Partei zeigt die tiefgreifende Spaltung und Ideologiedifferenzen auf, die weiterhin bestehen.

Lena Bauer

Lebt in Stuttgart und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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