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Kommunen fordern Entlastung in der Migration: 1,1 Millionen Ukraine-Flüchtlinge belasten Städte und Gemeinden

Die Kommunen in Deutschland stehen vor großen Herausforderungen in Bezug auf Migration. Laut André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, ist die Belastungsgrenze vielerorts überschritten. Mit der Ankunft von 1,1 Millionen Ukraine-Flüchtlingen und Hunderttausenden Asylbewerbern in den letzten Jahren geraten auch ehrenamtliche Helfer und Behördenmitarbeiter an ihre Grenzen. Berghegger fordert eine Neuordnung der Asylverfahren, um den Kommunen die Last zu erleichtern. Nur diejenigen, die eine Bleibeperspektive haben, sollten auf die Städte und Gemeinden verteilt werden.

Die Unterbringung von Flüchtlingen wird immer schwieriger, da es an geeigneten Räumlichkeiten mangelt. Oftmals müssen Hotels oder Turnhallen als Unterkünfte herhalten, was wiederum das Leben der Menschen vor Ort beeinträchtigt, besonders wenn Sportvereine ihre Hallen nicht nutzen können. Berghegger betont die Wichtigkeit einer klaren Bleibeperspektive für die Akzeptanz der lokalen Bevölkerung.

In der folgenden Tabelle sind einige statistische Daten zur Migration in Deutschland dargestellt:

| Jahr | Anzahl der Asylbewerber | Anzahl der Bleibeperspektiven |
|------|-------------------------|------------------------------|
| 2015 | 476,649 | 181,405 |
| 2016 | 745,545 | 232,859 |
| 2017 | 222,683 | 89,825 |
| 2018 | 162,510 | 57,033 |

Es wird deutlich, dass die Anzahl der Asylbewerber in den letzten Jahren stark variiert hat, während die Anzahl der Bleibeperspektiven relativ konstant geblieben ist. Bergheggers Forderung nach einer effizienteren Asylverfahrensabwicklung und klarer Bleibeperspektive für Migranten scheint in Anbetracht dieser Zahlen vorstellbar und notwendig zu sein.



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

Martin Schneider

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