Politik

Kevin Kühnerts Geständnis: Peinliche Zitate bei Markus Lanz

Lanz bringt SPD-General in Bedrängnis: Enthüllungen über Beziehungen zu Teheran | Politik

Markus Lanz führte in seiner Sendung ein intensives Gespräch mit dem SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der mit unerwarteten Geständnissen konfrontiert wurde. Lanz legte Kühnert Zitate von SPD-Genossen vor, die jahrelang das Teheraner Terrorregime beschönigt hatten. Unter anderem wurde die Reaktion von Sigmar Gabriel auf die Massenproteste im Iran kritisiert, da dieser beide Seiten aufgefordert hatte, keine Gewalt anzuwenden. Kühnert gab zu, dass dies eine unglückliche Wortwahl war.

Ein weiteres Beispiel war die Reaktion der Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoğuz auf die Eliminierung von zwei iranischen Generälen in Damaskus durch Israel. Özoğuz hatte in einem Tweet empört reagiert, was Kühnert als peinlich berührt bezeichnete und betonte, dass es gut war, dass der Tweet gelöscht wurde.

Markus Lanz stellte die Frage, warum es in der SPD häufig zu derartigen Situationen komme und erwähnte die Gratulation von Frank-Walter Steinmeier zum Revolutionsjubiläum im Iran. Kühnert gab zu, dass es ihm nicht das Bedürfnis war, in diesem Fall Glückwünsche zu übermitteln. Nahost-Experte Guido Steinberg betonte die SPD-Überzeugung, dass man durch Annäherung an Diktaturen Einfluss nehmen könne, was inzwischen jedoch kritisch zu hinterfragen sei.

Iran-Aktivistin Daniela Sepehri warnte davor, dass der Handel mit Deutschland für das Regime in Iran Prestige darstelle, obwohl dieser für Deutschland unerheblich sei. Sie kritisierte das Versagen diverser Politiker und betonte, dass selbst die Kanzlerin das Thema Protest im Iran nicht interessiere. Olaf Scholz habe erst reagiert, als eine Kampagne unter dem Hashtag „Olaf, sag was!“ gestartet worden sei.

Kevin Kühnert verteidigte sich mit eigenen Aktivitäten wie seiner Beteiligung an Demonstrationen gegen den Al-Kuds-Tag. Er räumte ein, dass der einzige US-Präsident, der sich gegen das Iran-Atomabkommen ausgesprochen habe, Donald Trump war. Andere Präsidenten wie Bush oder Obama hätten hingegen an die Sicherheit in der Region geglaubt, was sich letztendlich als falsch herausstellte, da der Terror der Mullahs verstärkt wurde.

Lebt in Stuttgart und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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