Der Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist seit Jahrzehnten ein zentrales Thema, das nicht nur die Region, sondern auch die internationale Politik stark beeinflusst. Am 3. Februar 2025 berichtet Remszeitung, dass der Konflikt weiterhin von großem Leid geprägt ist. Israel hatte 1967 das Westjordanland und Ostjerusalem erobert, Gebiete, die die Palästinenser für einen unabhängigen Staat beanspruchen. Ostjerusalem soll dabei die Hauptstadt dieses Staates werden.
Im Gazastreifen, wo über zwei Millionen Menschen leben, sind die Bedingungen äußerst schlecht. Laut der UN wird dieser Status durch die Blockade verschärft, die Israel nach dem gewaltsamen Machtwechsel zur Hamas 2007 ergriffen hat. Diese Organisation wird von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft.
Demografische Situation der Palästinenser
Die Komplexität des Konflikts wird durch die demografische Situation der Palästinenser deutlich. Weltweit leben etwa 14,5 Millionen Palästinenser. Rund 5,5 Millionen von ihnen sind in den besetzten Gebieten ansässig: 2,2 Millionen im Gazastreifen und 3,3 Millionen im Westjordanland. In Israel leben etwa 1,7 Millionen Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft. Zusätzlich befinden sich circa 370.000 Palästinenser im völkerrechtswidrig annektierten Ostjerusalem, wo sie lediglich einen Duldungsstatus besitzen, wie ZDF berichtet.
Die Lebensbedingungen im Gazastreifen sind seit 2006 aufgrund der israelischen Abriegelung stark eingeschränkt. Im Westjordanland sehen sich die Palästinenser nicht nur der israelischen Besatzung, sondern auch einer kontinuierlich wachsenden Siedlerbevölkerung gegenüber, die zunehmend gewalttätige Übergriffe seit dem 7. Oktober 2023 mit sich bringt.
Internationale und regionale Reaktionen
Die geopolitischen Auswirkungen des Konflikts sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Im Vergleich zu anderen arabischen Staaten leben Palästinenser in Jordanien relativ gut, während sie im Libanon erheblichen Diskriminierungen und eingeschränkten Rechten ausgesetzt sind. In Syrien sind 280.000 der 440.000 Palästinenser Binnenvertriebene. Diese demografischen Fragestellungen sind politisch brisant, da sie nicht nur die Mehrheit der Bevölkerung in Israel betreffen, sondern auch die palästinensischen Gebiete nachhaltig beeinflussen. Hochrechnungen zeigen, dass in der Region etwa 7,1 Millionen Juden und Araber leben, was die demografische Zusammensetzung zu einem entscheidenden Faktor in der politischen Auseinandersetzung macht.
Weitere Informationen zu den historischen und aktuellen Rahmenbedingungen des Nahostkonflikts finden sich in einem Dokument der Bundeszentrale für politische Bildung, das die Entwicklungen und die vielschichtige Problematik detailliert darstellt.