Politik

Israel plant Reaktion auf iranischen Angriff: Generalstabschef kündigt Vergeltung an

Generalstabschef droht mit Reaktion auf iranischen Angriff: Welche Maßnahmen plant Israel?

Israelischer Generalstabschef Herzi Halevi hat angekündigt, dass der iranische Raketen- und Drohnenbeschuss vom Wochenende eine Reaktion seitens Israels zur Folge haben wird. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Regierungsvertreter berieten mögliche Reaktionen, während Verteidigungsminister Joav Galant das weitere Vorgehen in Rafah besprach. Armeesprecher Daniel Hagari betonte, dass alles Notwendige getan werde, um Israel zu verteidigen, zum selbstbestimmten Zeitpunkt und in angemessener Weise.

Der Iran griff Israel in der Nacht zum Sonntag an, wobei die meisten Drohnen und Raketen abgefangen wurden. Dies geschah als Reaktion auf einen vermuteten israelischen Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in Damaskus. Die Revolutionsgarden des Irans feuerten Marschflugkörper auf Israel ab, darunter auch Mittelstreckenraketen vom Typ „Emad“ und „Cheibarschekan“ mit erheblicher Reichweite. Irans Einsatz von Drohnen vom Typ Shahed 136, bekannt für ihren Kamikaze-Einsatz, wurde ebenfalls dokumentiert.

Der US-General Frank McKenzie enthüllte, dass der Iran etwa 150 ballistische Raketen mit Reichweite bis nach Israel besitzt, von denen die meisten beim Angriff letztes Wochenende eingesetzt wurden. Während die USA und ihre Partner die Bewegungen des Irans genau verfolgen, betont McKenzie, dass ein Überraschungsangriff auf Israel vom Iran schwierig sei – besonders aufgrund der Entfernung.

Es herrscht eine internationale Besorgnis über die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte verstärkte Zusammenarbeit islamischer Länder, um die „brutalen Angriffe“ Israels im Gazastreifen zu stoppen. Der französische Präsident Emmanuel Macron warnte vor gefährlichen Reaktionen auf den Angriff und rief zur Deeskalation auf. Deutsche Politiker wie Bundeskanzler Olaf Scholz mahnten zudem zur Zurückhaltung und Vermeidung weiterer Eskalationen.

Lebt in Stuttgart und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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