Politik

EU Hilfe für den Libanon: Migranten im Boot nach Europa sollen reduziert werden

EU stellt historischen Flüchtlingsdeal mit dem Libanon vor

Die Europäische Union hat kürzlich beschlossen, einen milliardenschweren Flüchtlingsdeal mit dem Libanon abzuschließen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab bekannt, dass das Abkommen darauf abzielt, die Anzahl der Migranten zu verringern, die vom Libanon aus mit Booten nach Europa aufbrechen. Darüber hinaus soll der Libanon bei der Bekämpfung von Schleuserbanden sowie bei Wirtschafts- und Finanzreformen unterstützt werden. Die Pläne sehen auch eine Erleichterung der legalen Migration vor.

Die Regierung Zyperns äußerte sich besorgt über die wachsende Zahl syrischer Flüchtlinge, die aus dem Libanon kommen, und forderte ein aktives Handeln der EU. Im Vergleich zur Einwohnerzahl verzeichnet Zypern die höchste Anzahl an Asylanträgen innerhalb der EU, wodurch die Flüchtlingslager auf der Insel überfüllt sind.

Der Libanon beherbergt schätzungsweise mehr als 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge, was das Land mit seinen etwa 4,4 Millionen Einwohnern zum Land mit den meisten Flüchtlingen im Verhältnis zur Bevölkerung weltweit macht. Laut von der Leyen hat die EU den Libanon seit 2011 bereits mit 2,6 Milliarden Euro unterstützt, und das neue Abkommen soll weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingssituation im Land umfassen.

Lena Bauer

Lebt in Stuttgart und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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