US-Präsident Donald Trump hielt am Dienstagabend (Ortszeit) seine erste große Rede seiner zweiten Amtszeit im Kongress. Mit den Worten „Amerika ist zurück“ setzte er den Ton für eine optimistische Ansprache, die sich auf nationale Erfolge und den Glauben an eine bessere Zukunft ausrichtete. Während Trump seine Vision für die nächste Amtszeit skizzierte, riefen republikanische Abgeordnete enthusiastisch „USA!, USA!, USA!“ und feierten seinen Auftritt.
Inmitten dieser jubelnden Stimmung kam es jedoch zu einem Eklat, als der demokratische Abgeordnete Al Green aus Texas die Rede unterbrach. Green, der während der ersten Minuten der Ansprache aufstand und seinen Stock in Richtung Trump schwenkte, rief wiederholt: „Er hat kein Mandat.“ Seine Proteste richteten sich insbesondere gegen Trumps geplante Kürzungen im Medicaid-System, was zu einem Störfeuer führte, das den Ablauf der Sitzung erheblich beeinträchtigte.
Der Protest und seine Folgen
Die Reaktion auf Greens Ausbruch war gemischt, und andere Abgeordnete reagierten mit einer Mischung aus Jubel und Buhrufen. Der republikanische Senatssprecher Mike Johnson forderte daraufhin den Sicherheitsdienst auf, Green aus dem Parlament zu entfernen. Zunächst weigerte sich der Abgeordnete, seinem Platz zu verlassen, ließ sich jedoch nach einem Gespräch mit Parlamentsdienern davon überzeugen, die Sitzung zu verlassen. Hinter ihm skandierten einige Republikaner „Nah nah nah nah, goodbye“, als er aus dem Saal eskortiert wurde.
Außerhalb des Sitzungssaales erklärte Green, dass er mit seinem Protest die „schrecklichen“ Entscheidungen Trumps in Bezug auf das Medicaid-Programm anprangern wollte. Seine Bemerkungen verdeutlichten die Spannungen zwischen den beiden Parteien und die tiefen Diskrepanzen bezüglich der Gesundheitspolitik in den USA.
Dern Perspektiven der Demokraten
Während der Rede blieben viele Demokraten während Trumps Eintritt ins Parlament sitzen, was als ungewöhnlicher Protest gewertet wurde. Einige trugen pinkfarbene Outfits, um gegen die Politik der Trump-Regierung zu demonstrieren. Nancy Pelosi, die frühere Präsidentin des Repräsentantenhauses, war ebenfalls in pink gekleidet. Abgeordnete Nora Torres erklärte auf X, dass die Farbe pink für die Macht und Beharrlichkeit der Frauen stehe und Frauen sich Trumps Politik nicht leisten könnten.
Zusätzlich zeigten einige Demokraten mit Slogans versehenen Schildern und Stickern Protest gegen Trumps angefegte Kürzungen, dabei waren Botschaften wie „SAVE MEDICAID“, „PROTECT VETERANS“ und „MUSK STEALS“ zu sehen. Bei der Rede waren auch Abgeordnete erschienen, die die ukrainische Flagge oder Schilder mit Botschaften gegen Trumps umstrittene Gesundheitspolitik zeigten.
In seiner Ansprache betonte Trump, dass die USA eine „freie, souveräne und unabhängige Nation“ bleiben und eine Zukunft voller Wohlstand anstreben sollten. Er skizzierte dabei seine Pläne zur Beendigung von Regierungszensur und die Förderung einer farbenblinden Gesellschaft. Trump kündigte außerdem an, dass der 20. Januar 2025 als „Tag der Befreiung“ in die Geschichte eingehen sollte.
Der Vorfall verdeutlichte erneut die hitzige politische Atmosphäre, die das Land prägt, und hebt die tiefen Kluften zwischen Trump und den demokratischen Abgeordneten hervor. Trotz der Proteste und des Chaos während der Rede bleibt Trump entschlossen, seine politischen Ziele durchzusetzen und sich als Friedensstifter und Versöhner in die Geschichte einzugehen.
Für weiterführende Informationen zur Rede von Trump und den anschließenden Protesten können Sie die Berichte von t-online, NBC News und Süddeutsche Zeitung konsultieren.