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DUH fordert 20-Cent-Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat auf Basis neuer Zahlen des Umweltbundesamtes alarmierende Entwicklungen im Bereich der Getränkeverpackungen festgestellt. Demnach ist die Mehrwegquote in Deutschland auf nur noch 42,6 Prozent gesunken, was deutlich unter der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von 70 Prozent liegt. Besonders die Discounter wie Lidl und Aldi tragen weiterhin eine große Verantwortung für diesen Trend.

Die DUH fordert daher Bundesumweltministerin Steffi Lemke auf, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Entwicklung zu stoppen. Konkret wird eine Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen gefordert, um das dauerhafte Unterschreiten der Mehrwegquote zu bekämpfen.

Des Weiteren kritisiert die DUH den rasanten Anstieg von umweltschädlichen Getränkedosen, da ihr Herstellungsprozess viel Energie verbraucht und das Klima belastet. Die Organisation betont die Bedeutung von regionalen Mehrwegflaschen als umweltbewusste Alternative zu Einwegverpackungen.

Es wird angemerkt, dass die geplante EU-Verpackungsverordnung in Deutschland nicht ausreichend sein wird, um den Mehrweganteil zu erhöhen. Daher werden dringend nationale Maßnahmen zur Förderung von Mehrwegverpackungen erforderlich.

Eine Abgabe auf Wegwerfprodukte könnte nicht nur Umweltbelastungen sichtbar machen, sondern auch Verbraucher dazu motivieren, vermehrt zu Mehrwegflaschen zu greifen. Dadurch könnten jährlich bis zu 1,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.



Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / ots

Martin Schneider

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