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Bundesverkehrsminister plant Nutzung von Atomkraft für E-Fuel-Produktion

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) spricht sich für die Nutzung von Atomkraft für die Produktion von E-Fuel aus. Er betont, dass synthetische Kraftstoffe, die mithilfe französischer Kernenergie erzeugt werden, als klimaneutral betrachtet werden sollten. Dabei kritisiert er die deutsche Politik der CDU, die auf die Abschaltung der Kernenergie und den Bezug von russischem Gas setzt.

Es fällt auf, dass Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, die weiterhin auf Atomkraft setzen und neue Atomkraftwerke bauen, eine andere Energierichtung verfolgt. Wissing plädiert für einen einheitlichen europäischen Weg in Bezug auf die Energiepolitik, um nicht in erneute Abhängigkeiten zu geraten. Er weist darauf hin, dass die derzeit verfügbare regenerative Energie nur ausreichen würde, um eine große deutsche Fluggesellschaft mit synthetischen Kraftstoffen zu versorgen. Dies verdeutlicht aus seiner Sicht die Notwendigkeit eines gemeinsamen europäischen Ansatzes.

Es ist interessant zu betrachten, dass die Debatte um Atomkraft in Deutschland schon lange kontrovers geführt wird. Nach dem Atomunfall in Fukushima im Jahr 2011 beschloss die deutsche Regierung unter Angela Merkel, die schrittweise Abschaltung aller Atomkraftwerke bis 2022. Diese Entscheidung wird bis heute von unterschiedlichen Akteuren kritisiert und befürwortet.

In der folgenden Tabelle sind einige Fakten zur Verwendung von Atomkraft in ausgewählten europäischen Ländern aufgeführt:

| Land | Anzahl der Atomkraftwerke | Geplante Neubauten |
|-----------------|---------------------------|--------------------|
| Frankreich | 56 | 1 |
| Vereinigtes Königreich | 15 | 2 |
| Deutschland | 7 | 0 |
| Tschechien | 6 | 2 |
| Finnland | 4 | 1 |

Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussion über die Rolle der Atomkraft in der Energiepolitik weitergehen wird und ob Deutschland einen Schwenk in seiner Energiepolitik vollziehen wird, wie es von Bundesverkehrsminister Volker Wissing vorgeschlagen wird.



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

Martin Schneider

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