Marc-André ter Stegen und seine Frau Daniela Jehle haben sich nach acht Jahren Ehe getrennt. Die Bekanntgabe der Trennung erfolgte am 6. März 2025. Spanische Medien berichten, dass eine angebliche Affäre von Daniela zur Trennung geführt haben soll, was ter Stegen mit schockierten und enttäuschten Worten zurückweist. Er bezeichnet die Berichte als Falschnachrichten und betont, dass es nie Untreue von Daniela gegeben habe. Ter Stegen kritisierte die staatliche katalanische Mediengruppe 3Cat für die Verbreitung dieser Gerüchte und die damit einhergehende Verletzung der Persönlichkeitsrechte seiner Frau. Bei einer emotionalen Erklärung nannte er die namentlich genannten Journalisten „Lügner“ und beklagte den unwiderruflichen Schaden, den die Berichterstattung verursacht habe.
Die Entscheidung zur Trennung wurde nach reiflicher Überlegung getroffen. Ter Stegen, der beim FC Barcelona unter Vertrag steht bis 2028, möchte den Fokus auf die gemeinsamen Kinder legen. Das Paar hat zwei Söhne – einen drei Jahre alten Sohn und einen Sohn, der kürzlich seinen ersten Geburtstag gefeiert hat. Trotz der schwierigen Situation betonen beide, dass sie sich im Guten trennen und weiterhin vertrauensvoll miteinander umgehen möchten, insbesondere als Eltern.
Die Hintergründe der Trennung
Die Ehe von ter Stegen und Jehle wurde im Frühling 2017 in Sitges, Spanien, geschlossen. Zuvor waren sie bereits fünf Jahre ein Paar, was die gesamte Beziehung auf 13 Jahre anhebt. Es ist nachvollziehbar, dass diese plötzliche Wende in der Beziehung sowohl für die Familie als auch die Öffentlichkeit emotional aufgeladen ist.
Zusätzlich wirft die Berichterstattung über die Trennung Fragen hinsichtlich der Grenzen des Journalismus auf. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 6. Februar 2025 hat klargestellt, dass die Verletzung der Persönlichkeitsrechte prominenter Personen durch intime Berichterstattung nicht ohne weiteres gerechtfertigt werden kann. Insbesondere wurde betont, dass einmalige öffentliche Äußerungen nicht automatisch umfassende Berichterstattung über das Privatleben erlauben. Diese rechtlichen Standards werden besonders relevant in Zeiten, in denen mediale Sensationsgier oft über die Achtung von Privatsphäre gestellt wird.
Die Entscheidung zur Trennung des Fußballers und seiner Frau und die anschließenden Berichte haben das Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten deutlich gemacht. Ter Stegen hat für seine Familie um Respekt gebeten und hebt hervor, dass die Berichte einen unverhältnismäßigen emotionalen und sozialen Druck verursachen.
Der Fall ter Stegen könnte somit als Präzedenzfall fungieren, der nicht nur die Beziehung des Sportlers, sondern auch das allgemeine Verständnis von privatem Leben und der Weitergabe von Informationen in der Öffentlichkeit beleuchtet.