Milla Jovovich (49) und Paul W.S. Anderson (59) haben sich in einem Interview mit GALA offen über ihre enge Zusammenarbeit und das Familienleben geäußert. Das Paar, das gemeinsam an ihrem aktuellen Projekt „In The Lost Lands“ arbeitet, betont die Herausforderungen, die mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Filmbranche verbunden sind. Der Film feiert am 6. März 2025 Premiere und ist das Ergebnis von sieben Jahren harter Arbeit.
Jovovich und Anderson berichten von intensiven kreativen Prozessen am Set, wo sie oft in direkter Kommunikation stehen und dadurch eine besondere Chemie entwickeln. Diese Dynamik ermöglicht es ihnen, gemeinsame Projekte effektiv voranzutreiben und gleichzeitig Raum für ihre persönliche Beziehung zu schaffen. Anderson erläutert, dass das Teamwork am Set und die Motivation, einen düsteren Look inspiriert von deutschen Märchen zu kreieren, zentrale Bestandteile ihrer langjährigen Zusammenarbeit sind.
Familienleben und berufliche Herausforderungen
Ein wesentlicher Punkt in ihrem Gespräch ist die Herausforderung, das Privatleben von ihrem Arbeitsalltag zu trennen, besonders bei emotional intensiven Rollen. Jovovich erklärt, dass diese Trennung nicht immer einfach ist und dass ihre Kinder, darunter die 17-jährige Ever Gabo Anderson, die bereits erste Schritte in der Schauspielerei gemacht hat, Verständnis für die Situation ihrer Eltern mitbringen.
Anderson und Jovovich heben hervor, dass ihre Kinder die Zeit während der Covid-Pandemie und der Hollywood-Streiks genossen haben, da sie mehr Zeit mit ihren Eltern verbringen konnten. Diese Rückschau bringt die Thematik der Work-Life-Balance, die in der Filmbranche oft als herausfordernd empfunden wird, zudem an die Oberfläche. Laut einer Diskussion beim Crossing Europe Filmfestival in Linz gibt es viele junge Kreative, die über die Schwierigkeiten nachdenken, die mit dem Eintritt in die Branche verbunden sind.
Work-Life-Balance in der Filmbranche
Der Leistungsdruck und prekäre Arbeitsverhältnisse sind in der Film- und Kreativwirtschaft weit verbreitet. Experten wie Claudia Wohlgenannt und Markus Bauer teilen ihre Sichtweisen und Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Work-Life-Balance. Wohlgenannt, die seit 1997 in der Filmbranche tätig ist, hebt hervor, dass lange Arbeitszeiten und der hohe Druck die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren.
Beide Filmschaffenden fordern bewusste Entscheidungen, um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern. Zu diesen Ideen zählen unter anderem Jobsharing-Modelle und Kinderbetreuungseinrichtungen am Set, die als dringend benötigt angesehen werden. Es ist klar, dass der Beruf des Filmschaffenden, angereichert mit Medien wie dem neuen Film von Jovovich und Anderson, nicht nur eine kreative Herausforderung darstellt, sondern auch eine soziale Verantwortung beinhaltet.
Die Herausforderungen der Filmbranche erfordern überdies eine gute Kommunikation und Planung, um flexible Arbeitsmodelle zu ermöglichen, die sowohl den kreativen Bedürfnissen der Angestellten als auch ihrer familiären Situation gerecht werden. Für die Zukunft ist es entscheidend, darauf zu achten, dass berufliche Ambitionen im Einklang mit einem erfüllten Familienleben stehen können.