Viele Menschen kennen Ramen als eine beliebte asiatische Nudelsuppe, doch die wahre Faszination dieses Gerichts bleibt oft unerklärt. So erging es auch der Autorin eines Berichts in der Süddeutschen Zeitung, die während ihrer Reise nach Tokio Köche traf, die ihr die tiefere Bedeutung von Ramen näherbrachten. Vorher hatte sie nicht viel Verständnis für die Kultur und den Genuss, die mit dieser speziellen Nudelsuppe verbunden sind. Um mehr über Ramen zu lernen, belegte sie sogar einen Ramen-Kurs und erhielt dabei viele Einblicke in die Zubereitung und die verwendeten Zutaten.
In Berlin, wo Ramen bereits sehr geschätzt werden, erlebte die Autorin ihre eigene Ramen-Zubereitung. Die große Suppenschüssel, die sie dort erhielt, dampfte verlockend, während die Toppings in der Brühe untergegangen waren. Die Nudeln bildeten schließlich einen Bodensatz in der Schale. Ungeachtet ihrer bisherigen Skepsis, begann sie, der Ramen-Suppe mehr Beachtung zu schenken und erkannte, dass die Begeisterung für dieses Gericht nicht nur eine persönliche Vorliebe, sondern auch eine kulturelle Wertschätzung widerspiegelt.
Die Elemente von Ramen
Typische Zutaten für Ramen sind die Brühe, die Nudeln und verschiedene Toppings. Eine kräftige Brühe, die oft auf Basis von Hühner- oder Schweinebrühe gekocht wird, bildet die Grundlage. Ihnen zufolge können auch Ingwer, Knoblauch, japanische Miso und Sojasauce hinzugefügt werden, um den tiefen Geschmack zu verstärken Gaumenfreundin hebt hervor, dass Ramen als Wohlfühlessen gelten und durch die Wahl der Beilagen, wie Hähnchenbrustfilet, Pilze und gekochte Eier, individuell gestaltet werden können. Für die Zubereitung wird empfohlen, die Zutaten in klaren Schritten zu verarbeiten, von der Brühe bis hin zum Kochvorgang der Nudeln.
Eine Vielzahl von Brühen sorgt für die große Beliebtheit der Ramen. In Japan sind die vier häufigsten Varianten Shoyu (Sojasauce), Miso (fermentierte Sojabohnen), Shio (Salz) und Tonkotsu (Schweineknochen). Japan Travel berichtet, dass Ramen ihren Ursprung im 18. Jahrhundert in China hat und durch chinesische Immigranten nach Japan gelangte. Insbesondere in Yokohama, wo im Jahr 1910 das erste Ramen-ya (Ramen-Geschäft) eröffnet wurde, gewann das Gericht schnell an Popularität. Heute existieren allein in Tokio rund 5000 Ramen-ya, die sowohl traditionelle als auch moderne Varianten von Ramen anbieten.
Die Faszination von Ramen in Japan und weltweit
Die kulturelle Bedeutung und die Faszination für Ramen gehen über den Tellerrand hinaus. In Japan sind Ramen nicht nur ein schnelles Essen, sondern oft auch ein Grund, um Freunde und Familie zu versammeln. Die internationalen Ausgaben dieses Gerichts haben ebenfalls an Popularität gewonnen. Einige Restaurants, die Ramen anbieten, haben einen Michelin-Stern erhalten und zeugen von der hohen Qualität und der Handwerkskunst, die in der Zubereitung des Gerichts steckt.
Durch die Kombination der vielen Geschmäcker und die kreativen Möglichkeiten in der Zubereitung haben Ramen auch den internationalen Markt erobert. Es werden zunehmend auch vegetarische und vegane Optionen eingeführt, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Für Liebhaber der schnellen Zubereitung gibt es Instant-Nudeln, die seit der Erfindung durch Momofuku Ando im Jahr 1958 eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen gespielt haben.
In Museen, wie dem Shin-Yokohama Ramen Museum oder dem Cup Noodles Museum in Yokohama, wird die teils nostalgische historische Entwicklung dieser Nudelsuppe gewürdigt und zeigt, wie sehr Ramen Teil der japanischen Esskultur geworden sind. Von regionalen Spezialitäten bis hin zu geheimen Rezepten wird in der Welt der Ramen viel Wert auf Tradition und Innovation gelegt, was dieses Gericht so besonders macht.